News — 02 November 2017

Kreis Mettmann.- Der Kreisverband Mettmann der Christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) – der Sozialausschüsse in der CDU – lud interessierte Mitglieder und Gäste zu einem Vortrag von Kreisdirektor Martin Richter zum Thema „Altersarmut und bezahlbarer Wohnraum“ im Kreishaus ein.

Die CDA vertritt als eine Vereinigung der CDU die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie der sozial schwächeren Schichten in der Bevölkerung und greift in ihrer politischen Arbeit brennende soziale Fragen wie eben die sich ausweitende Altersarmut und die hohen Mieten auf. Der Kreisdirektor vermittelte zunächst einen Überblick darüber, wie es um die Altersarmut steht und gab neben einem zahlenmäßigen Überblick auch praktische Hinweise. Er wies vor allem darauf hin, dass viele Rentner den Antrag auf Grundsicherung gar nicht stellen und kaum einer den wirklich vollen Betrag erhält. Schockierend war vor allem die Zahl der Rentner mit entsprechenden Problemen z.B. in Erkrath, die überdurchschnittlich hoch ist, was gerade in der Stadt Erkrath in Zukunft zu Problemen führen wird, da die Zahl der Betroffenen absehbar weiter ansteigen wird. Es wurden Musterformulare für Grundsicherungsanträge verteilt, so dass die Zuhörer sich ansehen konnten, wie so ein Antrag konkret aussieht und was alles zu beachten ist. Im zweiten Teil des Vortrages ging es um bezahlbaren Wohnraum mit anschließender Diskussion, an der sich die CDA-Vertreter und Gäste rege beteiligten. Kreisdirektor Richter – als Kämmerer Finanzchef des Kreises und als Sozialdezernent auch mit den Problemen der sozial Schwächeren vertraut – wies u.a. darauf hin, dass es in den entsprechenden Bebauungsplanverfahren – natürlich im Rahmen der Vorgaben des Regionalplans und der Flächennutzungspläne – in der Hand der Städte liegt, welche Flächen womit bebaut werden sollen. Er gab als Appell weiter, dass Räte und Verwaltungen größere Flächen zur Bebauung nach Möglichkeit nur freigeben sollten, wenn die jeweilige Planung eine festgelegte Prozentzahl als Anteil für bezahlbaren Wohnraum beinhalte. Er gab dazu den Denkanstoß, um solche Rahmenbedingungen zu erreichen Flächen im Bedarfsfalle auch umzulagern.

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