Blaulicht — 02 Februar 2018

Rettungsgasse rettet im Ernstfall Leben – Feuerwehr und Polizei zeigten, wie sich Autofahrer in der Stadt und auf der Autobahn richtig verhalten sollten.


Die Feuerwehr und die Polizei rücken tagtäglich zu Einsätzen aus; dabei geht es oft um Menschenleben, zum Beispiel nach Unfällen sowie Rettungseinsätzen im Stadtgebiet oder auf der Autobahn. Leider kommt es täglich dazu, dass die Retter auf dem Weg zu den Notfallorten durch andere Verkehrsteilnehmer in gefährliche Situationen gebracht oder behindert werden. Bei einer gemeinsamen Aktion erläuterten die Polizei und die Feuerwehr Düsseldorf, dass das Bilden von Rettungsgassen auf der Autobahn und das richtige Verhalten in der Innenstadt Leben retten können.

„Wir alle können jederzeit in einen Unfall verwickelt werden und Hilfe benötigen“, so Polizeipräsident Norbert Wesseler. Einsatzfahrzeuge haben oft fast keine Chance, ihr Ziel zu erreichen. „Jede Sekunde zählt! Helfen Sie den Rettungskräften, halten Sie generell immer Abstand, seien Sie aufmerksam und schaffen Sie ‚freie Bahn“, appellierte Wesseler.

Zu rund 140.000 Einsätzen rückt zum Beispiel die Düsseldorfer Feuerwehr pro Jahr aus; bei fast jedem Einsatz geht es darum, Menschenleben zu retten. „Wenn Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs sind, ist immer höchste Eile geboten – nicht nur bei der Polizei, sondern auch bei der Feuerwehr und dem Rettungsdienst“, erklärte Feuerwehrdezernentin Helga Stulgies. „Hier zählt jede Sekunde, denn beispielsweise bei einem Herz- Kreislauf-Stillstand sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit mit jeder Minute, die unsere Notärzte und Notfallsanitäter zu spät kommen, um zehn Prozent. Ähnliches gilt bei Brandeinsätzen: Wenn die Feuerwehr nur ein bis zwei Minuten später zu einem Brand kommt, kann schon die ganze Wohnung lichterloh in Flammen stehen und Menschen können in akuter Gefahr schweben.“

Tagtäglich werden die Retter im ganzen Land nicht nur auf den Autobahnen durch teilweise falsches Verhalten von Fahrzeugführern aufgehalten. Auch in der Stadt reagieren Fahrer nicht so, wie es sein soll. Sie bleiben plötzlich mit ihren Autos in engen Straßen stehen oder ziehen in freie Fahrspuren, obwohl sich Fahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn nähern. Dies ist eine alltägliche Situation auf Düsseldorfs Straßen, die nicht nur wertvolle Zeit, sondern im schlimmsten Fall Menschenleben kosten kann. Jeder Fahrzeugführer muss verinnerlichen: Bei Martinshorn „freie Bahn“ schaffen!

Die Polizei und die Feuerwehr appellieren an das richtige Verhalten aller Verkehrsteilnehmer. Denn jeder kann in eine Notsituation geraten, in der schnelle Hilfe benötigt wird. Mit ein wenig Rücksicht auf alle Verkehrsteilnehmer und ausreichend Abstand zum Vorausfahrenden ist auch an engen Stellen im Stadtgebiet ein Handeln jederzeit möglich – denn nur wo Platz gelassen wird, kann auch „freie Bahn“ geschaffen werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten sich unter: Rettungsgassen.pdf

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