News — 24 Oktober 2017

Zum Weltschlaganfalltag am Sonntag, 29. Oktober, möchte das Düsseldorfer Gesundheitsamt eine der häufigsten Todesursachen ins Bewusstsein rücken – den Schlaganfall.

„Beim Schlaganfall kommt es auf schnelle Reaktion an. Deshalb ist es wichtig, ihn zu erkennen und sofort zu handeln“, rät Gesundheitsdezernent Professor Dr. Andreas Meyer-Falcke. Wenn innerhalb von 4,5 Stunden nach einem Schlaganfall mit der Therapie begonnen wird, bestehen große Chancen auf Heilung. Deshalb bei Verdacht auf einen Schlaganfall unverzüglich unter 112 einen Rettungswagen anfordern. Patienten sind mit erhöhtem Oberkörper zu lagern, sie dürfen dabei nicht trinken und essen, da die Gefahr des Verschluckens besteht.

Ein Schlaganfall, auch Hirnschlag genannt, wird durch eine „schlagartig“ auftretende Störung der Blutversorgung des Gehirns verursacht und führt oft zu einem länger anhaltenden – manchmal auch nur kurzfristigen – Ausfall von Funktionen des Zentralnervensystems. Rund 2.000 Menschen erleiden in Düsseldorf pro Jahr einen Schlaganfall. Folgende Symptome deuten unter anderem auf einen Schlaganfall hin: Sehstörungen auf einem oder beiden Augen (eventuell einseitige Pupillenerweiterung), Gesichtsfeldausfall, Doppelbilder; Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Gleichgewichts- oder Koordinationsstörung, Taubheitsgefühl; Lähmung oder Schwäche im Gesicht, in einem Arm, Bein oder einer ganzen Körperhälfte; Verwirrung, Sprach- oder Wortfindungs-, Schrift- oder Verständnis- oder Orientierungsstörungen. Gelegentlich kann starker Kopfschmerz ohne erkennbare Ursache, wie beispielsweise wegen entgleistem Blutdruck, auftreten.

Vorbeugen ist besser als heilen
Jeder kann einem Schlaganfall vorbeugen, indem auf normalen Blutdruck und gute Blutzuckerwerte geachtet wird. Allein ein Blutdruck im Normbereich unter 130 (systolisch) vermindert das Schlaganfallrisiko um 60 Prozent. Ein gesunder Lebensstil mit gesunder Ernährung, körperlichen Aktivitäten, dem Vermeiden von Übergewicht und normalen Cholesterin-Werten beugt einem Schlaganfall vor. Wer nicht raucht, reduziert ebenfalls das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.
Das Schlaganfall-Informationsbüro im Gesundheitsamt berät und informiert zu allen Fragen rund um das Thema Schlaganfall: montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr unter Telefon 89-96654 oder per E-Mail: schlaganfallbuero@duesseldorf.de. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.duesseldorf.de/gesundheitsamt/hilfen-und-beratung/chronische-krankheit-und-behinderung/schlaganfall.html.

Depression raubt Antrieb zur Therapie
Bei einem Schlaganfall ist es wichtig, nicht nur die körperlichen Folgen zu behandeln. Auch über die seelischen Folgen sollten beachtet werden, denn häufig gefährden diese die Erfolge der Rehabilitation. Die Fachwelt bezeichnet die seelischen Schäden als Post Stroke Depression (PSD), die Depression nach einem Schlaganfall. Man geht davon aus, dass die PSD mindestens ein Drittel aller Schlaganfall-Patienten trifft. Studien belegen, dass Frauen anfälliger für eine PSD sind. Wer nicht gut eingebettet ist in die Familie oder ein soziales Netzwerk, ist stärker gefährdet. Und depressive Vorerkrankungen stellen ebenfalls ein größeres Risiko für eine PSD dar.

Die neurologische Rehabilitation ist für viele, insbesondere schwerer betroffene Patienten harte Arbeit. Ein gelähmtes Bein zum Gehen oder eine spastische Hand zum Greifen zu bringen, erfordert sehr viel Training und Geduld. Die Depression aber raubt den Betroffenen ihren Antrieb und führt dazu, dass sie Therapien nicht mehr wahrnehmen. Die Düsseldorfer Initiative gegen den Schlaganfall, das Schlaganfall-Informationsbüro sowie der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes raten daher allen Schlaganfall-Patienten mit Symptomen einer Depression dringend, sich in neurologische beziehungsweise neuropsychiatrische Behandlung zu begeben. Die Behandlungsmöglichkeiten einer PSD sind heute gut.

Der Welt-Schlaganfalltag
Alljährlich am 29. Oktober klären Organisationen und Ärzte weltweit darüber auf, wie den Risiken eines Schlaganfalls vorzubeugen ist und worauf es in der Behandlung und der häuslichen Nachsorge des Schlaganfalls ankommt.

Text: Bergmann, Michael

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