Ratingen — 06 Dezember 2017

SPD fordert für die Friedrich-Ebert-Schule moderne Präsentationstechnik in den Klassenräumen und bittet die Verwaltung um Reaktivierung des interfraktionellen Arbeitskreises Schulentwicklung.

Die SPD ist der Einladung der Friedrich-Ebert-Realschule zu einem Entwicklungsgespräch am letzten Freitag, 01. Dezember gerne gefolgt. Der Arbeitskreis Schule der SPD hatte die Forderung nach einer Sekundarschule für Ratingen in den Raum gestellt. Endlich kam dadurch Bewegung in den schulpolitischen Stillstand der Schulentwicklungsplanung.

Jeder konnte die unterschiedlichen Sichtweisen auf eine Entwicklung der Ratinger Schullandschaft in Form der Reaktionen von CDU, Bürgerunion und zuletzt auch der FDP in den Zeitungen lesen. Allerdings arbeiteten sich diese Reaktionen bisher lediglich am Antrag der SPD ab.

„Es ist Zeit sich ehrlich zu machen.“ fordert Ewald Geldmacher (SPD), „Wir brauchen für unsere Schülerinnen und Schüler auch dann eine adäquate Beschulung, wenn die Schulempfehlung nicht Gymnasium oder Realschule lautet.“ Joachim Galinke und Ewald Geldmacher erläuterten den anwesenden Mitgliedern des Schulleitungs- und Lehrerkollegiums der Friedrich-Ebert-Realschule ihre Motivation für den Aufschlag mit der Sekundarschule. Trotz der guten Arbeit an der Realschule am Stadionring, gab es bei der Anmeldung für das aktuelle Schuljahr einen deutlichen Einbruch. Daneben steht Ratingen jedes Jahr vor der großen Herausforderung zahlreicher Schulformwechsler. Konkret dem Erfordernis, dass Schülerinnen und Schüler nach der Erprobungsstufe (Klassen 5 und 6) vom Gymnasium zur Realschule oder von der Realschule zu einer in Ratingen nicht mehr vorhandenen Hauptschule wechseln müssen. Bisher hat die Gesamtschule vielen Schülern einen Platz anbieten können. Die Situation wird sich nun noch einmal durch die Seiteneinsteigerklassen verschärfen, die zum 2. Halbjahr und noch mehr zum Schuljahreswechsel im Sommer 2018 aufgelöst werden.

Dafür müssen Lösungen her, die allen Kindern eine gute und adäquate Schulbildung ermöglicht.

„Wir brauchen das Versprechen, das alle Ratinger Schülerinnen und Schüler in ihrer Stadt die bestmöglichen Bildungschancen erhalten und ihre Potentiale optimal unterstützt werden.“ erinnert Joachim Galinke an den Anspruch, mit dem er seit mehr als 30 Jahren Schulpolitik in Ratingen gestaltet. An der Einlösung dieses Versprechens müssen sich alle Schulen und natürlich auch Verwaltung und Politik messen lassen.

Konsequent fordert die SPD daher, die Friedrich-Ebert-Realschule mit einer Präsentationstechnik auszustatten, die ab dem Schuljahr 2018/ 2019 eine moderne Unterrichtsgestaltung auch technisch zur Selbstverständlichkeit werden lässt. Sofern die Verwaltung bis zur Haushaltsverabschiedung am 20.12.2017 eine Investitionssumme nicht mehr ermitteln kann, fordern die Sozialdemokraten eine Summe von 50.000 EUR mit Sperrvermerk in den Haushalt für 2018 einzustellen. Damit soll die Realisierung zum nächsten Schuljahr gesichert werden.

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