Ratingen — 08 März 2018

Ratingen. Mit Befremden nimmt die Fraktion der Bürger-Union die Einladung der Verwaltung zum Workshop „Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung für die Sekundarstufe“ zur Kenntnis.

Gemäß Zusage des Schuldezernenten, Herrn Rolf Steuwe, sollte bis zum Ende des 1. Quartals 2018 der von allen Fraktionen geforderte fortgeschriebene Schulentwicklungsplan vorgelegt werden. Anstatt der zu erwartenden Vorlage wurden die Fraktionen nun zu einem Workshop eingeladen.

Der Schulausschuss, der zuletzt erst Ende Februar getagt hat, wurde noch nicht einmal über den geplanten Workshop informiert, geschweige denn ist dieser dort beschlossen worden, vielmehr ließ man die Politiker im Glauben, der Plan sei kurz vor der Fertigstellung. Eine derart kurzfristige Einladung zu einem so wichtigen Thema stößt bei den Schulpolitikern der Bürger-Union auf absolutes Unverständnis.

Dass der Workshop der Meinungsfindung dienen soll, nimmt die Bürger-Union mit großer Verwunderung zur Kenntnis. Dieser Inhalt lässt eher auf den Beginn eines Prozesses schließen, der eigentlich kurz vor dem Abschluss stehen sollte.

Ein Workshop führt zu einer weiteren Verzögerung der kommunizierten Zeitschiene. Diese Vorgehensweise ist nicht zielführend und wird von der Vorsitzenden des Schulausschusses, Nicole Mielke, und dem schulpolitischen Sprecher der Fraktion der Bürger-Union, Christian Koch, mit Unverständnis zur Kenntnis genommen.

Es kann nur auf der Grundlage einer von der Fachverwaltung in Abstimmung mit den Schulen erarbeiteten Schulentwicklungsplans über die Ratinger Schullandschaft sachgerecht beraten werden. Die Verwaltung hat mithin Vorschläge zu erarbeiten, die von den Gremien beraten werden, über die dann in einem Workshop ggf. diskutiert werden kann. Die umgekehrte Reihenfolge, die die Verwaltung wählt, ist nicht zielführend.

Zu weiteren Verzögerungen wird es nach der Vorlage des Schulentwicklungsplanes auch deswegen kommen, da die Vorlage zunächst allen Schulleitern vorgelegt und diese um schriftliche Stellungnahme gebeten werden sollen. In Anbetracht der vorhandenen Probleme in der Stadt Ratingen, die Schulformwechsler geeignet unterzubringen, ist dies eine unzumutbare weitere Verzögerung des Gesamtprozesses.

Ideen und Einwendungen der Schulen hätten längst in einem aktiven internen Austausch gesammelt werden können und in die Vorlage „Schulentwicklungsplan“ eingearbeitet werden können.

Auch durch diese Planung ergibt sich eine unnötige weitere zeitliche Verzögerung in der für die Ratinger Schullandschaft so dringend erforderlichen Diskussion und Beratung über die Möglichkeiten der Schulentwicklung.

Die Fraktion der Bürger-Union hat seit langem ein Gesamtkonzept für die Schullandschaft gefordert. Der Schuldezernent hat die Erstellung für das 1. Quartal 2018 zugesagt. Mag die Verwaltung doch erst ihren Worten Taten folgen lassen, bevor man sich dann ggf. zu einem Workshop trifft.

Wissen was los ist!

Wissen was los ist!

August 13, 2018

Share

About Author

(0) Readers Comments

Comments are closed.