Ratingen — 11 Juni 2018

Die SPD Fraktion kritisiert, dass CDU und BU bei der Umwandlung der nicht mehr in Gänze benötigten Sportfreianlage Talstraße sich für die kleinstmögliche Lösung für den Schulsport entschieden haben, damit mehr Platz für Einfamilienhäuser übrigbleibt und höhere Verkaufserlöse erzielbar sind.

Die SPD hatte sich immer für eine Lösung stark gemacht, die eine ausreichend große Schulsportanlage, die auch außerhalb der Schulzeiten für den Freizeitsport geöffnet wird, vorsieht und auf der frei werdenden Fläche bezahlbaren und öffentlich geförderten Wohnraum entstehen lässt. Daher kommt für die SPD nur die Variante 2 in Frage, die ein ausreichend großes Kleinspielfeld vorsieht, das auch den Ansprüchen von Freizeitsportlern genügen würde.

Aus Sicht der SPD wird nun für den ehemaligen Sportplatz Talstraße zum zweiten Male eine falsche Weichenstellung vorgenommen. Zuerst haben BU, FDP und CDU die sehr gut in das Umfeld passende Schaffung von bezahlbaren und öffentlich geförderten Wohnraum torpediert. Jetzt sollen möglichst viele Einfamilienhäuser geschaffen werden.

Als ob es Einfamilienhäuser sind, die in Ratingen am dringendsten benötigt werden!

„Die ganze Diskussion um die Talstraße ist ärgerlich und für Ratingen leider symptomatisch“, meint Christian Wiglow, SPD Fraktionsvorsitzender. „Die sogenannte bürgerliche Mehrheit macht sich viel zu oft Partikularinteressen zu Eigen und das öffentliche Interesse bleibt auf der Strecke“. So würde das Spielfeld zu klein, eine Nutzung durch Freizeitsportler erschwert bzw. unmöglich gemacht und Konflikte mit den Reihenhausbewohnern würden vorprogrammiert.

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