Sport — 12 September 2018

RATINGEN Nach dem Abstieg im vergangenen Jahr erlebten die Golfdamen vom GC Grevenmühle in der Oberliga ein Wechselbad der Gefühle.

Der direkte Aufstieg in die Regionalliga war das erklärte Ziel. Das wurde schließlich auch erreicht, aber am Ende mussten Regelheft und Taschenrechner herhalten. Denn die Clubs aus Grafenberg und Grevenmühle waren punktgleich, wodurch die Anzahl der Gesamtschläge über die gesamte Saison zum Tragen kamen. Und da waren die Damen aus Ratingen-Homberg mit drei Schlägen nur einen Hauch besser.

„Uns war von Beginn an klar, dass die Gegnerinnen aus Anholt und Grafenberg für uns das Maß der Dinge sein würden“, sagt Kapitänin Martina Faeser rückblickend. „Mit den Aufsteigern vom GC Mettmann und Schloss Moyland war nicht unbedingt auf den vorderen Rängen zu rechnen.“ Der Auftakt beim GC Anholt verlief aber so gar nicht nach Plan für das ambitionierte Team. Trotz guter Saisonvorbereitung ging man im Dauerregen förmlich baden. „Dass wir nur den dritten Platz belegen würden, damit hatten wir im Vorfeld wirklich nicht gerechnet.“ Aber die Mannschaft war klar unter ihren Möglichkeiten geblieben und damit gleich zu Beginn der Saison unter Druck. Dass sie damit umgehen können, zeigten die Grevenmühlerinnen an den beiden folgenden Spieltagen. Zunächst holten sie auf dem eigenen Platz den Tagessieg, dann beim GolfHochZehn-Partnerclub Schloss Moyland. Auf diesen dritten Spieltag hatte sich das gesamte Team extra mit einem eingeschobenen Trainingslager vorbereitet – was im Nachhinein betrachtet eine sehr gute Maßnahme war. Damit war auch die Tabellenführung erobert, die auch nach dem vierten Spieltag – mit Platz zwei hinter den Gastgeberinnen beim GC Grafenberg – noch Bestand hatte. „Die Führung war mit zwei Punkten denkbar knapp, aber wir waren zuversichtlich, auch im Saisonfinale in Mettmann vorne bleiben zu können.“ Doch ganz so einfach wurde das nicht. Grafenberg legte in der Aufholjagd einen beeindruckenden Schlussspurt hin und unterlag dem GC Mettmann nur im Stechen. Grevenmühle blieb ein Schlag hinter Anholt Platz vier, was zur Tabellensituation mit punktgleichen Plätzen eins und zwei führte. „Wir sind natürlich sehr froh, unser Saisonziel erreicht zu haben“, sagt Faeser. „Aber irgendwie fühlte sich unsere Freude angesichts der tollen Aufholjagd der jungen Grafenberger Mannschaft und des sehr knappen Ergebnisses auch nicht ganz angebracht an.“ Angestoßen wurde im heimischen Club später mit den Herren, die zeitgleich den Aufstieg in die Landesliga klargemacht hatten.

 

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