News — 13 Juli 2018

Ab dem kommenden Jahr ändert sich einiges am Bau: Die neue Landesbauordnung bringt NRW den „qualifizierten Tragwerksplaner“, eine Regelung, die erstmals Nachweise über Studien- und Berufserfahrung der Tragwerksplaner in unserem Bundesland verlangt.
Sie sind für die statische Gesamtkonstruktion von Gebäuden, unter anderem von Ein- und Zweifamilienhäusern zuständig, um deren Standsicherheit zu gewährleisten.
Neben der Erstellung einer qualifizierten Tragwerksplanung gibt es in diesem Bereich eine weitere Neuerung: Tragwerksplaner sind hier ab Januar 2019 dazu verpflichtet, „persönliche, stichprobenhafte Kontrollen der Baustelle“ durchzuführen, um die Übereinstimmung des Standsicherheitsnachweises mit der Bauausführung zu bescheinigen. Die neue gesetzliche Regelung stärkt den Schutz der Bauherren: „Der jetzt eingeführte Qualifizierungsnachweis und auch die Kontrollpflicht der Tragwerksplaner sind überaus wichtig für die Sicherheit und die Wirtschaftlichkeit insbesondere im Ein- und Zweifamilienhausbau. Der Mehrwert für die Bauherren liegt zukünftig in der durchgängigen Begleitung von Planung und Bauausführung“, sagt Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Ingenieurkammer-Bau NRW.
Eine weitere Änderung betrifft den Verkauf von Immobilien: Alle Bauunterlagen müssen nach der neuen Landesbauordnung ab dem kommenden Jahr vom alten an den neuen Eigentümer übergeben werden. Das war bislang nicht vorgeschrieben. In den Unterlagen müssen neben der Baugenehmigung einschließlich der Bauvorlagen auch bautechnische Nachweise und Bescheinigungen von Sachverständigen enthalten sein. Fehlt eins oder mehrere der zuvor genannten Dokumente, kann dies zu einer deutlichen Wertminderung der Immobilie führen.

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