Featured Heimat — 28 November 2017

Als Präsident und Vorsitzender der Roten Funken Michael Droste gegen 23:00 Uhr den Hauptakt des Abends ankündigte, stimmte er nur wenige kurze Liedzeilen an und das Publikum in der ausverkauften Dumeklemmerhalle sang begeistert mit.

Wer kennt sie nicht, die großen Hits der Höhner? Und so hatten Frontmann Henning Krautmacher und seine Bandkollegen leichtes Spiel. Das Publikum tanzte, sang und feierte die Band von Anfang an frenetisch und ließ sie erst nach mehreren Zugaben von der Bühne. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste der Funken bereits ein kurzweiliges Programm erlebt, das wie angekündigt voller Höhepunkte und Überraschungen war. Bereits im Vorprogramm begeisterten die kleinsten Funken sowie die Jugendgarde mit ihrem Gardetanz und das Jugendtanzpaar hätte mit seinem tollen Tanz gar einen Platz im Hauptprogramm verdient. Der große Einmarsch der Funken zur Eröffnung der Sitzung, hereingespielt vom eigenen Tambourcorps, war schon überwältigend. Von den kleinsten Fünkelchen bis hin zum stolzen Präsidenten zog eine lange Reihe stattlicher rot-wisser Gardisten auf die Bühne der Dumeklemmerhalle. Und so manch einer mag sich gefragt haben, ob die Bühne diese Masse wohl tragen wird. Aber es hielt und passte (noch). Kommandeur Ralf Weiler konnte eine bestens aufgestellte Garde präsentieren, die neben vielen professionellen Künstlern in den nächsten Stunden ein schwungvolles und abwechslungsreiches Programm auf die Bühne stellen sollte und sich damit selbst das größte Geschenk machte. Rückblickend gefragt: Was bleibt in Erinnerung an so einem Abend? Das Lied des Prinzenpaares oder die Dankesrede der Schirmherren an ihre von den Funken gestellte Ordonanz? Die atemberaubende Luftakrobatik der Fidelen Sandhasen Oberlar, die die erste Rakete des Abends bekamen? Oder der wortgewandte Bernd Stelter mit seiner Gitarre, der einen musikalischen Rückblick auf das Jahr 2017 hielt und sich auch mit kritischen Äußerungen zu Erdogan und Trump nicht zurückhielt? Denn auch diese kritischen Worte gehören zu der Freiheit, die sich die Narren in ihrer 5. Jahreszeit herausnehmen dürfen. Der Bauchredner Klaus mit seiner frechen Handpuppe Willi strapazierte die Lachmuskeln und die langjährige Annahme, die Männergarde der Funken sei mit ihrem traditionellen Stippeföttchen schon an ihre Grenzen gekommen, wurde widerlegt. Der Männertanz, der von den Herren aufgeführt wurde, wurde über die Sommermonate in vielen Stunden mit einer Trainerin eingeübt und offenbarte bislang tief verborgene Talente. Zur Premiere kam die Trainerin Daniela Budde gleich mit auf die Bühne und tanzte, wohl als moralische Unterstützung, uniformiert mit.

Eine weitere Premiere der besonderen Art hat es auch vorher schon gegeben, als der stolze und zahlenmäßig stark angewachsene Nachwuchs der Roten Funken seinen Showtanz präsentierte. Zum ersten Mal gemeinsam mit der Jugendgarde auf der großen Bühne im Hauptprogramm, entführten sie die Gäste in fremde Galaxien und die unendlichen Weiten des Weltraums. Professionell umgesetzt von den Tanztrainerinnen der Truppe, war es sicherlich einer der emotionalen Höhepunkte des Abends. Auf jeden Fall in Erinnerung bleiben auch die schwungvollen Gardetänze der großen Tanzgarde Hühnerstall und der mitreißende Showtanz, in dem sich die Truppe einfach selbst als Geschenk mitbrachte und auf der Bühne richtig Party feierte. Der Schirmherr der letzten Session Ignacio Ordejon vertonte das recht sperrige Motto der diesjährigen Session zu einem stimmigen Lied, das der Hahnenschrei präsentierte. Mit weiteren eigenen Hits bereitete die Boyband der Funken die Bühne für die Höhner, Rabaue und die Räuber. Sie brachten die Dumklemmerhalle förmlich zum Beben und straften das diesjährige Motto der Session Lügen… es wurde Party gefeiert bis zum Abheben. Als Michael Droste seine Garde, das Prinzenpaar samt Schirmherren und zahlreiche Freunde der Funken zur letzten Zugabe des Abends zu später Stunde auf der Bühne versammelte, lag ein langer Tag hinter den Aktiven. Ein Gast fasste es später treffend zusammen: „Ihr toller Verein hat ein Programm auf die Beine gestellt, dass denen in Großstädten mindestens ebenbürtig war und hat sich dabei bestens präsentiert.“ Kann es zum Jubiläum ein schöneres Kompliment geben?

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