Blaulicht — 16 Oktober 2017

Düsseldorf 15.10.2017(ots) – In einer konzertierten Aktion, zusammen mit Sachverständigen und Spezialisten der Führerschein- und Zulassungsstelle, ging die Düsseldorfer Polizei vorgestern gegen Fahrzeugführer vor, die auf der Kö ihre getunten Autos zur Schau stellten.

Zu laut, zu tief und teils ohne Betriebserlaubnis waren hierbei die häufigsten Beanstandungen.

In der Zeit von 10 bis 18.30 Uhr hatte die Düsseldorfer Polizei gestern eine Kontrollstelle am Martin-Luther-Platz eingerichtet, in der Spezialisten unterschiedlicher Behörden und Sachverständige die Tuningszene unter die Lupe nahmen. Bei bestem Wetter kontrollierten die Beamten insgesamt 65 Autos, deren Besitzer/Fahrer unablässig die Kö rauf und runter fuhren, um ihre teils erheblich getunten Fahrzeuge zur Schau zu stellen. Leider überschritten einige hierbei die zugelassenen Geräuschpegel und waren oft so verändert, dass die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet war. Zudem führten die Veränderungen an den Wagen nicht selten zum Erlöschen der Betriebserlaubnis. Von den 65 überprüften Pkw wurden 45 einer detaillierteren Untersuchung unterzogen. Neun davon wurden hierzu auf ein Gelände am Höherweg verbracht, wo die Teilnahme am Straßenverkehr vorläufig endete. Teilweise waren die Autos so verändert worden, dass sich die Räder der Lenkachse nicht mehr uneingeschränkt bewegen ließen. Die Beamten verhängten rund 30 Verwarnungen (Anzeigen, Verwarngelder, Zahlkarten und Sicherheitsleistungen).

Die gute Zusammenarbeit mit den kommunalen Dienststellen zeigte sich insbesondere bei der Kontrolle eines Berliner BMW. Dessen Fahrer wies sich mit einem polnischen Führerschein aus, der durch die Spezialistin der hiesigen Führerscheinstelle als Komplettfälschung identifiziert werden konnte. Der 37-Jährige hatte sich das Dokument nach dem Verlust seiner Fahrerlaubnis im Ausland „besorgt“.

Während der gesamten Kontrolle kam es zu keinen Zwischenfällen oder gefährlichen Situationen. Geschwindigkeitsüberschreitungen oder waghalsige Fahrmanöver blieben ebenfalls aus. Die Fahrer der Boliden stammten aus dem gesamten Rheinland, dem Ruhrgebiet und in Einzelfällen sogar aus anderen Bundesländern. Die Polizei wird aus zukünftig an solchen Kontrollen festhalten.

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