Featured Heimat Ratingen — 06 Dezember 2017

Der Firmengründer und Unternehmer Josef Gerhard Tünkers ist für seine Verdienste um Stadt und Wirtschaft vom Heimatverein Ratinger Jonges mit der Dumeklemmer-Plakette ausgezeichnet worden.


Baas Georg Hoberg, Josef Gerhard Tünkers, Vize-Baas Leo Schleich (v.r.)

Zur Feierstunde im gut gefüllten Ferdinand-Trimborn-Saal waren zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Brauchtum und öffentlichem Leben, aber auch viele ehemalige Plakettenträger gekommen. Baas Georg Hoberg würdigte in seiner Begrüßung Tünkers‘ Lebenswerk, der vor 55 Jahren den Grundstein für das heute weltweit agierende Unternehmen gelegt hatte, dabei aber dem Standort Ratingen stets treu geblieben ist.

Die Laudatio auf den Plaketten-Träger hielt Udo Siepmann, der frühere Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf. Es sei außergewöhnlich, dass ein Unternehmer diese Auszeichnung erhält, aber außergewöhnlich sei auch Tünkers‘ unternehmerisches Schaffen, das aufs Engste mit Ratingen verknüpft sei. In seiner launigen Ansprache skizzierte Siepmann die Erfolgsgeschichte der Firma, die vor 55 Jahren als „StartUp“ im häuslichen Wohnzimmer an der Mülheimer Straße begann und heute ein „Global Player“ mit weltweit 1000 Mitarbeiter ist – 400 davon am Standort Ratingen. Erfindergeist, technische Brillanz und das Vertrauen in die eigenen Ideen seien dabei die wesentlichen Erfolgsfaktoren gewesen. Davon zeugten auch die rund 250 Patente, die Josef Gerhard Tünkers im Laufe der Jahre angemeldet habe. Aus dem einstigen Hersteller für hydraulische Aggregate für den Industrieofenbau ist ein Spezialist für Automationstechnik geworden, an dem kein namhaftes Unternehmen der Autoindustrie vorbei kommt. Dennoch sei die Firma ständig auf der Suche nach neuen Nischen. Denn auch Tünkers musste Rückschläge hinnehmen, etwa als einst quasi über Nacht ein Großkunde absprang. Daraus habe er die Lehre gezogen: Nie wieder von einem Kunden oder von einer Branche abhängig sein.

Trotz aller Expansion sei Tünkers seinen lokalen Wurzeln immer treu geblieben, betonte Siepmann. Die Bindung an Ratingen sei für die Stadt von großem Wert, umgekehrt habe Tünkers auch der Stadt viel zu verdanken: „Es ist ein Geben und Nehmen.“ Josef Gerhard Tünkers war zehn Jahre lang Vorsitzender des Unternehmensverbandes Ratingen (UVR), gründete den Unternehmerkreis Mettmann mit, unterstützte die IHK und engagiert sich für die Freunde und Förderer des Industriemuseums Cromford. Gefördert werden von ihm aber auch junge Menschen, die sich aufs Berufsleben vorbereiten – durch Unterstützung der nach seiner verstorbenen Ehefrau Margarete benannten Stiftung.

Der Plaketten-Träger dankte für die hohe Auszeichnung und ergriff noch selbst das Wort. „Als produzierender Betrieb haben wir noch Blaumänner. Und Ratingen war immer eine Stadt der Blaumänner.“ Die Firma wolle noch weiter expandieren. Um im harten Wettbewerb bestehen zu können, haben sich Tünkers und seine Söhne Olaf und André dem Motto verschrieben: „Vorne ist uns zu weit hinten.“

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