Blaulicht — 23 März 2017

Ratingen – In der Nacht vom Dienstagabend des 21.03., 23.45 Uhr, bis zum nächtlich frühen Mittwochmorgen des 22.03.2017, 03.30 Uhr, kam es zu einem Einbruchversuch in die Geschäftsräume einer Apotheke an der Mülheimer Straße in Ratingen-Mitte.

Durch eine mit Steinen eingeschlagene Fensterscheibe sollte der Einbruch in die Apotheke gelingen, jedoch verletzte sich der Einbrecher an den Scherben der zerstörten Scheibe. Darum wurde die Tat offensichtlich abgebrochen, ohne in die Geschäftsräume hinein zu gelangen und Beute zu machen. Bei der Flucht des Täters blieb neben Blutspuren des Einbrechers ein Sachschaden von mindestens 800,- Euro am Tatort zurück.

Sofort nach Entdeckung der Tat durchgeführte Fahndungsmaßnahmen der Ratinger Polizei führten dann nur wenige Minuten vor 04.00 Uhr zu einem Festnahmeerfolg mit ungewöhnlichem  Gesamtergebnis. Auf der Mülheimer Straße, nur wenige hundert Meter von der Apotheke entfernt, wurde ein 47-jähriger Ratinger angetroffen und kontrolliert. Dabei stellten Beamte der Ratinger Polizei fest, dass der Mann frische Schnittverletzungen an den Händen hatte. In einem mitgeführten Plastikbeutel führte der Kontrollierte zudem eine größere Menge unterschiedlicher Medikamente mit sich.

Schon in einer ersten Anhörung zeigte sich der Ratinger sofort umfassend geständig. Er hatte den Einbruchversuch in die Apotheke durchgeführt und sich dabei leicht verletzt. Dabei war er, wie von der Polizei bereits festgestellt, ohne Beute geblieben. Unmittelbar nach dieser für ihn gescheiterten Tat war der Beschuldigte dann nach eigenen Angaben zur Fester Straße gegangen, wo er in eine orthopädische Arztpraxis einbrach. Auch hier zerstörte der 47-jährige Straftäter ein Erdgeschossfenster. Obwohl er sich dabei sogar erneut verletzte, stieg er diesmal dennoch durch das Fenster im rückwärtigen Hausbereich in die Praxisräume ein, aus denen er diverse Medikamente entwendete. Als er diesen Tatort dann mit seiner Beute verließ, blieben wiederum Blutspuren und ein Sachschaden von mindestens 400,- Euro zurück. Auf dem Heimweg von diesem Tatort geriet der 47-Jährige dann zu seinem großen Pech in die polizeilichen Fahndungsmaßnahmen, die er selber mit seiner ersten Tat verursacht hatte.

Die Ratinger Polizei nahm den Straftäter fest, leitete Strafverfahren gegen ihn ein und stellte die Beute sowie ein mitgeführtes Küchenmesser sicher. Da der Beschuldigte zur Tatzeit vermutlich unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand, ordnete die von der Polizei benachrichtigte Staatsanwaltschaft zur Durchführung des Strafverfahrens die ärztliche Entnahme gleich mehrerer Blutproben an. Die weiteren Ermittlungen gegen den nach eigenen Angaben alkohol- und drogenabhängigen Beschuldigten führt das zuständige Kriminalkommissariat in Ratingen. Zu seiner Motivlage gab der geständige Festgenommene bereitwillig an, dass er einen Tag vor einer geplanten Entgiftung habe noch einmal „so richtig feiern“ und sich dazu einige Drogen/Medikamente besorgen wollen.

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