Featured Ratingen — 02 August 2017

Die CDU-Fraktion mahnt mehr Sachlichkeit im Umgang mit der Planung für ein zweites Bürogebäude an der Ecke Balck-Dürr-Allee / Oststraße an.


Foto: www.pixel-profis.de

Einige Anwohner hatten öffentlich die Überschreitung von Bauhöhe und Baugrenze massiv kritisiert und machen nun Druck auf die Ratinger Politik. Die CDU-Fraktion kritisiert nun die inzwischen gestartete Online-Petition: Sie erwähnt nämlich die Überschreitungen, verschweigt aber die insgesamt unter Maximum liegende Grundstücksausnutzung, teilweise geringere Gebäudehöhe und erhöhten Abstand zu Kindergarten, Wohnbebauung und Oststraße.

Sowohl der Bezirksausschuss Mitte und der Stadtentwicklungsausschuss hatten bereits das für einen der drei größten Ratinger Arbeitgeber wichtige Standortsicherungsprojekt für das Unternehmenswachstum mit den Stimmen aller Fraktionen außer den Grünen mit Auflagen positiv begleitet. Die Auflagen beziehen sich auf eine Aktualisierung von Gutachten zur Verkehrsabwicklung, Mitarbeiter- und Besucherverkehr, Freiflächenplan und eine rechtliche Würdigung der Ausnutzung von Bauhöhe und Baugrenzen. In der gemeinsamen Sitzung von Bezirksausschuss-Mitte und Stadtentwicklungsausschuss direkt nach den Ferien wird dann über die Bauvoranfrage entschieden.

Die CDU-Fraktion hat nun die Ferienzeit genutzt, um bereits vor dieser Sitzung die Abwägung der streitigen Punkte noch einmal zu prüfen und kommt zu diesem

Ergebnis: Die Grundstücksausnutzung bleibe unterhalb der maximalen Möglichkeiten. Dies geschehe dadurch, dass zum Kindergarten und den etwas weiter entfernten Wohnhäusern der Abstand um 5,30m und entlang der Oststraße um 6,70m von der Baugrenze zu Lasten einer maximierten Grundstücksaunutzung erhöht wurde.

Das Heranrücken an das Bestandsgebäude belasse immer noch einen Grüngürtel mit dem Fußweg aus dem Wohnbereich von 24 m; spürbare klimatische Probleme seien wegen der Hauptwindrichtung gutachterlich widerlegt.

Ein um 5,85 m höherer Bau ist für den nördlich (zur Homberger Straße hin) gelegenen Bauteil geplant. Das oberste Geschoss springt aber auf der Seite zum Kindergarten und zur Wohnbebauung um 2,70 zurück, so dass es aus direkter Nähe nicht wahrnehmbar ist und den Baukörper leichter erscheinen lässt. Eine relevante Verschattung sei für Nachbarn nicht zu erkennen.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Balcke-Dürr-Allee seien die Bürogebäude sechs- bis siebengeschossig. Das in Rede stehende Gebäude sei bei dem zur Homberger Str. gelegenen Gebäudeteil fünf-, zum südlichen Bestandsgebäude viergeschossig.

Insgesamt bewertet die CDU-Fraktion das Vorhaben als städtebaulich vertretbar, ja sogar ausdrücklich gewünscht und hält die zu befreienden Überschreitungen angesichts der ausgewogenen Gesamtbeurteilung für korrekt, da die Grundzüge der Planung nicht berührt seien.

Grundsätzlich betont die CDU-Fraktion, dass für die Ratinger Bürger und Unternehmen der Nachweis einer ordentlich funktionierenden Verkehrsabwicklung sowohl für den fließenden als auch beim ruhenden Verkehr wichtig sei. Hier sei die Verwaltung in der Pflicht: der überfällige, bereits fertig geplante Kreuzungsumbau müsse nun umgehend nachgeholt werden. Es sei erforderlich, dass die Kreuzung vor Fertigstellung des Bürogebäudes voll benutzbar sei.

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