Ratingen — 23 Mai 2018

Alle reden über Digitalisierung und haben verstanden, dass es kein Nebenbei-Thema ist, nur Ratingen bearbeitet das still und wenig ambitioniert in einem Arbeitskreis.

So lässt sich die Bewertung der FDP-Fraktion zur Ablehnung eines eigenständigen Digitalausschusses beschreiben, die die Fraktionsvorsitzende Hannelore Hanning vornimmt: „Ratingen wird dem Thema Digitalisierung weiterhin nicht gerecht. Das Argument gegen die Umwandlung, dieses Anliegen komme zu früh, ist für uns nicht nachvollziehbar. Natürlich wollen auch wir dem neuen Dezernenten Oliver Flohr die Zeit für eine Bestandsaufnahme der Digitalisierung in Ratingen geben, aber nichts spricht dagegen, diese mit einem Ausschuss zu begleiten.“

Der Sachkundige Bürger Marcus Bohn, für die FDP-Fraktion Mitglied im Arbeitskreis IT, ist ebenfalls enttäuscht: „Das Thema Digitalisierung ist zu groß und zu wichtig, um es in einem – nicht öffentlich tagenden – Arbeitskreis zu behandeln. Ratingen macht sich hier wieder sehr klein, statt selbstbewusst und transparent in einem Ausschuss über die zentralen Fragen unserer digitalen Zukunft zu sprechen. Aus unserer Sicht spricht das für ein krasses Nichtverstehen der großen Herausforderungen, aber vor allem der großen Chancen, die wir mit der Digitalisierung für Ratingen heben können. Warum sich die Politik selbst ihrer Mitsprache beraubt, ist mir völlig unverständlich.“

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