Featured Ratingen — 13 Februar 2018

In der seit langem virulenten Debatte um das Parkangebot in der Innenstadt hatte sich die FDP-Fraktion bereits mit mehreren Vorschlägen wie etwa Hinweisschildern zu den bestehenden, wenig genutzten Parkhäusern eingebracht.

Der neueste Vorschlag nimmt die Empfehlungen des Gutachtens zur Parksituation auf und basiert auf zwei Prämissen, wie Manfred Kleinen, Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss erläutert: „Für uns ist erstens klar, dass wir mehr Parkplätze benötigen, um unsere Innenstadt attraktiv zu halten. Zweitens sehen wir aber das ‘Opfer‘, das CDU und BU dafür bringen wollen, als völlig unangemessen an: Die Zerstörung des Parks am Beamtengässchen und damit des alten Baumbestandes ist unnötig und kann auch mit der in weiter Zukunft liegenden Wiederherrichtung nicht kompensiert werden. Der Park ist von besonderem Wert und sollte dringend erhalten bleiben.“ Die relativ wenigen Stellplätze, die dort geschaffen würden – in unmittelbarer Nähe zu den bestehenden Tiefgaragen unter der Wallpassage und dem Stadttor und zu den Parkplätzen an der Stadthalle, der Hans-Böckler-Straße und dem Stadttheater – seien unverhältnismäßig teuer erkauft. Zudem zeige das Gutachten, dass Parkplätze im nördlichen Teil der Innenstadt gebraucht würden – also gerade nicht am Standort Wallstraße.

Die FDP-Fraktion sieht einen anderen Standort für geeigneter an und möchte hier eine innovative Lösung auf den Weg bringen: Am Standort des ehemaligen Parkhauses Kirchgasse könne ein neues, offenes Parkhaus in Systembauweise errichtet werden. So lautet jedenfalls der Prüfauftrag, den die Fraktion mit einem Antrag eingebracht hat. Die Fraktionsvorsitzende Hannelore Hanning sieht darin die zurzeit beste Lösung: „Die großen Pläne zur Entwicklung des Standortes Kirchgasse haben sich alle als momentan nicht realisierbar herausgestellt. Der dort jetzt angebotene Parkplatz wird gut angenommen, ist aber letztlich Platzverschwendung. Ein neues, auch äußerlich attraktives Parkhaus erscheint uns als eine weitaus bessere Nutzung.“ Durch die Systembauweise sei eine hohe Flexibilität gegeben, mit der auf städtebauliche Entwicklungen reagiert werden könne. Innovativ soll nach Ansicht von Manfred Kleinen nicht nur die Bauweise und ein attraktives Fassadenbild sein, sondern auch die Ausstattung: „Wir möchten hier einen sehr hohen Standard realisieren und bequeme Stellplatzbreiten, energetische Maßnahmen und Ladestationen für E-Autos und E-Bikes ermöglichen. Ein solches Parkhaus kann damit ein echter Gewinn sein – ästhetisch ein echter ‘Hingucker’, energetisch ein echter Vorreiter und für die E-Mobilität ein echtes Angebot.“ Die Verwaltung solle nun diese Möglichkeit prüfen. Man hoffe zudem, dass sich auch die anderen Fraktionen der Erörterung dieser Chance nicht verschließen.

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August 13, 2018

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