Featured News — 14 November 2017

Tipps für private Ladestationen. Für private Ladestationen für Elektroautos gibt es seit Mitte Oktober einen Zuschuss vom Land NRW.

Eine Voraussetzung dafür ist, dass die Fahrzeuge zu Hause nur mit Ökostrom geladen werden. „Sauberen Strom können Hausbesitzerinnen und -besitzer direkt vom eigenen Dach ins Auto fließen lassen“, schlägt Susanne Berger, Energieberaterin der Verbraucherzentrale im Kreis Mettmann vor. Auch ohne eigene Solaranlage ist für die Stromtankstelle zu Hause aber einiges zu beachten.

Machbarkeit klären: Vor dem Projekt Stromtankstelle sollte immer ein Gespräch mit dem örtlichen Netzbetreiber stehen. In manchen Fällen kann es sein, dass das Netz ohne Ausbau keinen solchen Anschluss verkraftet.

Anschluss vom Profi: Elektroautos an normalen Steckdosen zu laden, dauert sehr lang und kann zum Beispiel die Steckerkontakte auf Dauer überlasten. Besser ist deshalb eine an das Wunschauto angepasste Ladestation. Die Installation dürfen nur Elektro-Fachleute vornehmen. Generell ist eine entsprechende Beratung empfehlenswert. Tipps zur Handwerkersuche gibt es unter www.verbraucherzentrale.nrw/handwerker-finden.

Kosten kalkulieren: Die Kosten für eine Ladestation liegen je nach Ausstattung zwischen etwa 800 und 2.500 Euro. Dazu kommen die Kosten für Verkabelung und Montage. Unter Umständen braucht die Ladestation einen eigenen Stromzähler, der weitere Einbau- und Betriebskosten verursacht. Wer eigenen Sonnenstrom tanken möchte, sollte außerdem darauf achten, dass die Ladestation mit der Solaranlage kommunizieren kann. Dadurch kann die Ladegeschwindigkeit an den aktuellen Überschuss an Strom vom eigenen Dach angepasst werden.

Die richtige Ladestation: Je höher die Kilowatt-Zahl einer Ladestation, desto schneller kann diese theoretisch ein E-Auto aufladen. Für den Heimgebrauch sind Ladesäulen und Wandladestationen mit 11 bis 22 kW sinnvoll und förderfähig. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie stets mit dieser vollen Leistung arbeiten. Die Ladegeschwindigkeit hängt auch davon ab, wie viel Leistung das jeweilige Automodell aufnehmen kann und wie voll der Akku ist.

Förderung vom Land: Das Land NRW unterstützt im „Sofortprogramm Elektromobilität“ private Ladepunkte mit bis zu 1.000 Euro. Bis zu dieser Grenze bezahlt das Land die Hälfte für Kauf und Montage, wenn 100-prozentiger Ökostrom fließt. Neben eigenem Solarstrom erfüllen zum Beispiel Stromtarife mit folgenden Zertifikaten diese Bedingung: Grüner-Strom-Label, ok -power-Label, Grünstrom-Label des TÜV Nord, Grünstrom-Label EE01 des TÜV Süd. Diese Förderung muss beantragt werden, bevor ein Auftrag erteilt wird. Mehr Informationen gibt es unter www.progres.nrw.de.

Sonnenstrom tanken: Strom aus der eigenen Solaranlage ist der sauberste „Kraftstoff“ fürs Elektroauto – muss allerdings meist um Energie aus dem Netz ergänzt werden. Denn die relativ kleinen Solaranlagen auf Eigenheimen liefern nur selten die benötigte Leistung. Ein Batteriespeicher kann hier helfen. Er stellt zusätzliche Leistung bereit, während die Sonne scheint, oder unterstützt das zeitversetzte Laden nach Sonnenuntergang. Beides führt dazu, dass weniger Strom eingekauft werden muss. Auch für Batteriespeicher gibt es mehrere, miteinander kombinierbare Förderprogramme.

Mehr Informationen gibt es unter: www.verbraucherzentrale.nrw/e-auto.

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