Sport — 20 November 2017

Die Ratinger Ice Aliens sind nach zuletzt vier Niederlagen in Folge wieder zurück in der Spur und schlagen die Neuwieder Bären nach einer starken Abwehrleistung mit 3:1.

Schon nach wenigen Trainingseinheiten unter dem neuen Trainer Achim Johnigk ist sein Spielsystem klar erkennbar, denn anstatt wie früher sehr offensiv zu Werke zu gehen, wird nun mehr Wert auf die Defensive und Spielkontrolle gelegt. Dies schien die sonst so heimstarken Neuwieder sehr überrascht zu haben. Von Beginn der Partie an waren die Aliens hochmotiviert und standen stets sehr eng am Mann, verstanden es super, die neutrale Zone dicht zu machen und ließen selbst nur sehr wenig gegnerische Chancen zu.

Man spielte geduldig und lauerte auf eigene Chancen. So entwickelte sich eine umkämpfte, stets aber faire Partie mit nur wenigen Torchancen. Erst im zweiten Drittel drohte die Partie zugunsten der Hausherren zu kippen. Immer öfter tauchten die Stürmer der Bären vor dem starken Christoph Oster auf, der sich mehrfach auszeichnen konnte. In der 29. Spielminute gingen die Neuwieder durch Brabec in Führung, aber gerade dieser Rückstand schien die Aliens in der Folgezeit noch zusätzlich zu motivieren. Vier Niederlagen am Stück waren schließlich auch genug. Die Ice Aliens übernahmen immer mehr die Initiative und wurden sehr schnell auch belohnt. Erst glich Pascal Behlau nur drei Minuten nach der Neuwieder Führung aus, wenig später sorgte Milan Vanek dann sogar für die Ratinger Führung. So ging es ins letzte Drittel. Neuwied belagerte zwar das Ratinger Tor, wirklich zwingend waren die Bären allerdings nicht. Nur einmal hatten die Aliens Glück als die Bären nur den Pfosten trafen. Die Zeit rannte den Hausherren davon, schließlich blieb dem Neuwieder Trainer Jens Hergt nichts anderes übrig, als den Torhüter vom Eis zu nehmen. Stepan Kuchynka scheint im vorigen Leben Snooker-Profi gewesen zu sein, er eroberte sich die Scheibe und schoss nicht etwa auf das leere Tor, sondern baute die Bande in seinen Kunstschuss ein. Stilvoll versenkt.

Dies war der kunstvolle Abschluss einer spannenden Partie, in der die Aliens endlich wieder ihr Potential aufrufen konnten und am Ende auch verdient mit 3:1 gewannen. Vor allem die Defensive konnte sich heute auszeichnen. Mit dieser Leistung sehen sich die Aliens den kommenden Herausforderungen gewachsen.

Einen Punkt entführt

Die Ratinger Ice Aliens können auch am zweiten Spiel des Wochenendes punkten und verlieren erst nach Verlängerung gegen Lauterbach mit 1:2.

Leider müssen sich die Ice Aliens beim zweiten Auswärtsspiel des Wochenendes mit nur einem Punkt zufrieden geben, auch wenn durchaus ein Sieg drin gewesen war. Ganze 43 Torschüsse konnten die Ratinger für sich verbuchen, aber nur einmal konnte Torhüter Bernhofen im Tor der Luchse überwunden werden.
Von der ersten bis zur letzten Minute kontrollierten die Aliens das Spiel, kamen im Minutentakt zu Chancen, doch es mangelte entweder an Präzision oder Torhüter Bernhofen packte eine seiner vielen Paraden aus. Da auch Christoph Oster einen Sahnetag erwischt hatte, stand es auch ziemlich lange 0:0. Erst in der 28.Spielminute konnte Pascal Behlau den Bann brechen und die Aliens verdient in Führung bringen. Doch wie schon beim ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften vor rund einem Monat gab der kleine Kader der Lauterbacher nie auf. Trotz der Überlegenheit der Aliens stand es ja nur 0:1 aus Sicht der Gastgeber. Immer wieder musste die Ratinger Defensive gute Kontergelegenheiten der Luchse vereiteln, und vorne wollte ein zweites Tor einfach nicht fallen. Sieben Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit fiel dann der überraschende Ausgleich für die Hausherren, damit war urplötzlich alles wieder offen.
In den restlichen Minuten sollte dann trotz einiger erneuter Chancen kein Treffer mehr fallen, eine Verlängerung musste für die Entscheidung sorgen.
Diese verlief leider sehr unglücklich, denn schon nach 59 Sekunden lief man in einen Konter der Luchse, Michal Zizka stand frei vor Christoph Oster, dieser war chancenlos.
So jubelten am Ende die Hausherren über die zwei Punkte, dennoch wäre mit ein wenig mehr „Scheibenglück“ auch ein Dreier drin gewesen.
Die Aliens-Defensive präsentierte sich an diesem Wochenende wieder deutlich gefestigter, jetzt müssen nur noch vorne wieder mehr Tore erzielt werden. Mit vier von sechs möglichen Punkten können die Ratinger mit diesem Wochenende aber dennoch zufrieden sein, schließlich ist das Sprichwort „Jeder kann jeden schlagen“ in dieser Liga keine hohle Phrase. In der Tabelle wurde der Kontakt zur Tabellenspitze wieder hergestellt und hinter den Herfordern lauert das Team auf dem zweiten Platz.

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