Featured Ratingen — 26 Februar 2018

Der Ratinger Gutachterausschuss für Grundstückswerte berichtet in seinem aktuellen Grundstücksmarktbericht über erhebliche Preissteigerungen bei Wohnraum. Betroffen sind Grundstücke, Eigenheime, Wohnungen und Mieten.

Die Gutachterausschüsse veröffentlichen Ihre Auswertungen alljährlich im Frühjahr in einem Grundstücksmarktbericht und in Form sogenannter Bodenrichtwerte. Während der Marktbericht über Umsätze und durchschnittliche Preise von Wohnungen und Eigenheimen berichtet, geben die Bodenrichtwerte die Werte unbebauter Baugrundstücke an, abhängig von ihrer Lage.

Aktuell berichtet der Ratinger Gutachterausschuss über eine Steigerung der Bodenpreise gegenüber dem Vorjahr zwischen 10 und 50 Euro pro Quadratmeter, je nach Lage. In Ratingen werden für Wohnbauflächen in mittlerer Lage derzeit 445 EUR/m² gezahlt.

Die Bodenrichtwerte bilden jedoch eine große Spanne, von 250 EUR/m² in der Tiefenbroicher Einflugschneise bis zu 620 EUR/m² in besseren Lagen. Richtwerte sind Mittelwerte, weshalb in Einzelfällen auch höhere oder niedrigere Preise gezahlt werden.

Ein typisches Baugrundstück von 400 bis 500 m² kostet also zwischen 200.000 und 240.000 Euro – wenn es denn zu haben ist.

Insgesamt sei nämlich ein Mangel an Bauplätzen für Eigenheime augenfällig, betont Jens Wallroth, Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses. Deshalb würden oftmals ältere Immobilien gekauft und abgebrochen.

Ein Bauherr wendet in Ratingen für jeden Quadratmeter Wohnfläche, den er errichtet, rund 1.200 Euro Grundstückskosten auf.

Über den Grund für die seit Jahren andauernden Preissteigerungen berichtet Jürgen Störy, der Vorsitzende des Gutachterausschusses.

Bundesweit sei eine Umkehr der Dezentralisierung der vergangenen Jahrzehnte zu beobachten. Die Menschen wollten lange Wege zur Arbeit vermeiden und schätzten insbesondere Urbanität und zentrale Infrastruktureinrichtungen. Hinzu kämen die seit Jahren niedrigen Bauzinsen. Auch auf die Pendlerbeziehungen verweist Störy. 50% der Ratinger Berufspendler zieht es nach Düsseldorf. Aus diesem Grunde hat Ratingen nicht nur an den Chancen der Landeshauptstadt teil, sondern auch an ihren Problemen. Die Preissteigerungen sind auch in den Umlandgemeinden zu beobachten und halten bereits seit mehreren Jahren an. So wurden in Ratingen für Doppelhaushälften der Baujahresklasse 1975 bis 1994 im Mittel 420.000 EUR gezahlt. Dies sind 100.000 mehr als noch vor drei Jahren. Reihenmittelhäuser derselben Altersklasse verteuerten sich um rund 70.000 Euro auf nunmehr 326.000 Euro. Während Doppelhaushälften selten teurer als 500.000 EUR sind, ist dies bei freistehenden Einfamilienhäusern die Regel. Sie kosteten im Mittel 770.000 Euro. Für herausragende Immobilien wurden auch Preise jenseits der 1 Mio. Euro gezahlt. Auch die Preise für Eigentumswohnungen steigen. 2.150 EUR je Quadratmeter Wohnfläche wurden für Wohnungen gezahlt, die zwischen 1975 und 1994 gebaut wurden. Dies sind 13 % mehr, als noch
vor drei Jahren. Neubauten sind deutlich teurer: rund 3.600 EUR/m² waren hier im Mittel zu zahlen. Die Spitzenpreise lagen bei 4.000 EUR/m².

Auch die Mietpreisforderungen für Wohnungen beobachtet der Gutachterausschuss.

Eine typische 80 Quadratmeter 3-Zimmer-Wohnung wurde 2017 zu 8,60 EUR/m² angeboten. 2016 waren es noch 8,20 EUR/m². In preisgünstigeren Lagen werden bei einer Neuvermietung knapp 7,80 EUR/m² verlangt. Wohnungen für kinderreiche Familien mit mehr als drei Zimmern werden vergleichsweise selten angeboten.

Die Bodenrichtwerte und der Grundstücksmarktbericht können unter www.boris.nrw.de kostenfrei eingesehen werden. Gedruckte Marktberichte können zum Preis von 28 EUR beim Gutachterausschuss erworben werden.

topJob

topJob

September 18, 2018
Entwicklung der Innenstadt

Entwicklung der Innenstadt

September 18, 2018
InWest informiert

InWest informiert

September 14, 2018
Wissen was los ist!

Wissen was los ist!

September 14, 2018
Laubsackaktion beginnt

Laubsackaktion beginnt

September 12, 2018
Senkung Kindergartengebühren
Neues im Ratinger Museum

Neues im Ratinger Museum

September 03, 2018

Share

About Author

(0) Readers Comments

Comments are closed.