Ratingen — 05 Mai 2017

Die FDP lehnt eine Vorfestlegung bei der Entscheidung um die Vermietung der Ladenlokale Markt 20 ab. „Wir warten die Sitzung des Hauptausschusses am 16. Mai ab“, erklärt Fraktionsvorsitzende Hannelore Hanning, „wir wollen beide Seiten hören und dann abwägen.“

Ein langer Leerstand in so prominenter Lage ist für die FDP-Fraktion mindestens genauso schädlich, wie der vom Investor Marx angestrebte Vertragsbruch. „Wir dürfen es dem Investor zwar nicht leicht machen sich von den Absprachen zu lösen, allerdings sollte es auch keine „Basta“-Position der Stadt Ratingen geben.“ Dies könnte noch anstehende Innenstadt-Projekte nicht einfacher machen. „Wenn wir Investoren keinerlei Spielraum lassen, werden diese sich sehr genau überlegen, ob sie in Ratingen noch Geld in die Hand nehmen und ins Risiko gehen. Dies sehen wir vor allem im Hinblick auf die Reaktivierung des Hertie-Hauses kritisch“, so Hannelore Hanning.

„Man muss auch einfach in Betracht ziehen, dass seit der Unterschrift der Verträge einige Zeit verstrichen ist.“ Der Einzelhandel befindet sich seit Jahren im Umbruch und kämpft mit den aktuellen Entwicklungen. Verändertes Konsumverhalten, das Internet, all das verändert gerade den Einzelhandel massiv. Diesem Hintergrund kann sich auch die Politik und der Rat nicht verschliessen. Es gilt nun vielmehr das Einzelhandelskonzept der Stadt Ratingen ergebnisoffen zu hinterfragen und fit für die Zukunft zu machen. Auch die Werbesatzung muss aus Sicht der FDP-Fraktion hier noch einmal mit einbezogen werden. „Alte Zöpfe müssen abgeschnitten werden, damit der Einkaufsstandort Ratingen eine Zukunft hat. Es braucht im Grunde einen „Masterplan Einzelhandel“, der den Beteiligten Rechnung trägt. Dazu gehören in erster Linie die Händler, aber auch die Vermieter müssen mit der Politik an einen Tisch. Nur gemeinsam können Lösungen entwickelt werden, die Ratingen und seine Innenstadt attraktiv und zukunftsfähig machen“, plädiert Hanning.

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