Featured Ratingen — 12 Mai 2017

Der Investor des Bauprojekts Marktplatz 17–20, Gunnar Marx, rief am 03.05.2017 alle Bürger, Makler und die Wirtschaftsförderung zur Unterstützung bei der Neuvermietung der letzten Ladenfläche auf.

Am gleichen Tag hat sich die Wirtschaftsförderung der Stadt Ratingen gemeldet, die innerhalb von einer Stunde alle Objektunterlagen und Informationen zum zur Neuvermietung anstehenden Ladenlokal, Marktplatz 20, erhalten hat. „Leider haben wir bis heute überhaupt nichts mehr von der Wirtschaftsförderung gehört, obwohl wir um einen schnellen Zwischenbescheid gebeten hatten.“, berichtet Gunnar Marx. „Vermutlich kann die Wirtschaftsförderung auch keinen Textiler herbei zaubern, den es nicht gibt.“, vermutet Gunnar Marx.

Auch am gleichen Tag hat sich der Makler Guido Hellmann aus Ratingen bei dem Investor gemeldet und seine Unterstützung angeboten. Der Makler Guido Hellmann hat sich richtig ins Zeug gelegt und dem Investor direkt 5 potentielle Mietinteressenten aus dem Bereich Textil benannt, wovon drei Interessenten leider bereits dem ersten Makler, der Eugen Lehmkühler GmbH, begründet abgesagt haben. Deshalb sind nur noch 2 Interessenten übrig geblieben.  „Mein erster Interessent aus der Textilbranche hat leider direkt ohne Begründung abgesagt. Für den zweiten Interessenten aus der Textilbranche passte der Laden auch nicht. Weitere Anfragen aus der Branche Textil habe ich derzeit für den Standort Ratingen nicht vorliegen.“, erklärt Guido Hellmann seine Unterstützungsversuche.

Ansonsten hat sich weder ein Ratinger Bürger noch ein anderer Makler zur Unterstützung bei der Neuvermietung bei dem Investor gemeldet. „Als Marktführer bei der Neuvermietung von Ladenlokalen in der 1A-Lage von Ratingen haben wir einen hervorragenden Marktüberblick. Deshalb behaupten wir nach mehr als dreijähriger erfolgloser Vermarktungsdauer: derzeit gibt es keinen Interessenten aus dem Bereich Textileinzelhandel bekannter Marken, der das Ladenlokal Marktplatz 20 anmieten möchte. Die Front ist einfach zu schmal.“, bekräftigt Stephan Lahme, Leiter der Vermietungsabteilung der Eugen Lehmkühler GmbH, die Aussage seines Kollegen Guido Hellmann.

Die ablehnende Haltung gegen den Interessenten Back Bord kann der Investor weiterhin nicht nachvollziehen: „Samstags und auch an Markttagen stehen die Ratinger Bürger bis auf die Straße Schlange bei Back Bord, weil die Produkte so gut sind. Gemeinsam mit Back Bord wollen wir durch den Umzug in eine größere Fläche diesen Missstand beseitigen. Auch das Thema „Frische“ soll noch besser werden, als es jetzt schon ist. Ich bin davon überzeugt, dass die Ratinger Bürger die neue Filiale lieben würden. Da sie schon bei der alten Filiale bis auf die Straße Schlange stehen, kann niemand behaupten, dass Back Bord ein unerwünschter Mieter in Ratingen für die Konsumenten ist. Der Erfolg der bestehenden Filiale zeigt doch eindeutig den Bedarf nach einer größeren Fläche.“, erklärt Gunnar Marx.

Für einen funktionierenden Einzelhandelsstandort sind neben dem Branchenmix inzwischen auch viele weitere Parameter wichtig, die durch die Ansiedlung von Back Bord am Marktplatz nachhaltig gestärkt würden, wie die Steigerung der Aufenthaltsqualität durch Sitzplätze im Laden zum Verzehr von Snacks – „Der Kunde möchte heute während des Einkaufs sich gesund und schnell ernähren. Er bevorzugt bei der Wahl seiner Einkaufsmöglichkeit immer einen Standort, an dem auch das gastronomische Angebot stimmt. Die reine Warenbeschaffung kann der Konsument heute schneller, bequemer und einfacher im Internet erledigen. Langfristig werden nur Standorte überleben, die eine gute Aufenthaltsqualität bieten.“, erläutert der Investor seine Beweggründe für eine Neuvermietung an Back Bord. „Bis heute konnte mir niemand einen triftigen Grund benennen, der objektiv gegen eine Anmietung von Back Bord am Marktplatz spricht. Mit Ausnahme der Regelungen des bestehenden Erbbaurechtsvertrages aus dem Jahr 2013, der auf einer 10 Jahre alten CIMA Studie begründet ist und wegen der uralten Studie die Ansiedlung von Textileinzelhandel vorsieht. Diese Studie ist total veraltet und hat nichts mehr mit der heutigen Situation im stationären Einzelhandel zu tun. Würde man heute eine neue Studie anfertigen, würde mit Sicherheit die Ansiedlung von einem Mieter wie Back Bord empfohlen, da der Textileinzelhandel in einer Krise steckt.“, ist sich Gunnar Marx sicher. Back Bord möchte gerne am 15.05.2017 mit dem Ausbau der Fläche beginnen und schnellstmöglich eröffnen. Ein Leerstand und daraus resultierendes Downtrading muss also nicht sein, wenn die Politik die Zeichen der Zeit erkennt und einer Neuvermietung an Back Bord zustimmen würde.

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