Featured Ratingen — 21 September 2017

Ratingen. Auf der Gerhardstraße gibt es einen baulichen „anderen“ Radweg, der bis vor kurzem noch durch ein entsprechendes Verkehrszeichen für beide Fahrtrichtungen zum Befahren freigegeben und gleichzeitig benutzungspflichtig war.

Das ist jetzt anders, die Benutzungspflicht wurde aufgehoben. Zur Begründung: In einer Tempo-30-Zone ist die Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn aus Gründen der Verkehrssicherheit zu bevorzugen. Dabei geht es weniger um die Fahrstrecken als um die Sichtbeziehungen an den Kreuzungen.

Der Abbau der Radwegschilder hat zuletzt zu Irritationen bei vielen Verkehrsteilnehmern geführt: Radfahrer waren unsicher, ob sie die Straße benutzen können, und Autofahrer wunderten sich über die Radfahrer, die doch am besten den Radweg nutzen sollten.

Die Stadtverwaltung hat in diesem Falle ein besonderes Problem erkannt und – möglicherweise als Pilotprojekt für ähnlich gelagerte Fälle geeignet – durch Beschilderung und Markierung Klarheit herbeigeführt: Es wurden Fahrradpiktogramme auf beiden Fahrbahnen aufgebracht, die die Anwesenheit der Radfahrer auf der Fahrbahn verdeutlichen.

Als Radfahrer kann man alleinig in Fahrtrichtung Schützenstraße aussuchen, ob man auf dem rot gepflasterten „anderen“ Radweg oder auf der Fahrbahn fahren möchte.

Wenn man in Richtung Düsseldorfer Straße fährt, ist die einzige Fahrmöglichkeit auf der Fahrbahn. Die entsprechenden Verkehrsregeln wie z. B. rechts vor links sind im Übrigen stets zu beachten.

Um diese neue Situation zu verdeutlichen, wurden auf der Gerhardstraße (nichtamtliche) Hinweisschilder angebracht, die den Radfahrern die Änderung verdeutlichen. Wenn man aus Richtung Düsseldorfer Straße kommt und Richtung Schützenstraße fährt, signalisiert das Piktogramm: Radfahrer haben hier die Wahl.

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