Heimat Kids Ratingen — 03 September 2018

Das Museum Ratingen hat ein Stadtpuzzle als neues Angebot für Kinder in der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung.


Annika Düwel hat das Stadtpuzzle für die stadtgeschichtliche
Dauerausstellung des Museums entwickelt.

Es ist eine kinderfreundliche perspektivische Darstellung des historischen Ratingens. Grundlage war ein historisierender Kupferstich von Horst G. Hütten aus den 1970er Jahren. In kindgerechter Höhe auf einer Holzkonstruktion angebracht, ergänzt das Stadtpuzzle nun die bereits bestehenden Mitmachstationen für Kinder in der Ausstellung.

Das Stadtpuzzle führt die Kinder spielerisch an die Stadtgeschichte heran. Es macht sie mit den historischen Bauwerken Ratingens vertraut, die auf den Puzzleteilen abgebildet sind. Dabei sollen die Puzzleteile mit den Bauwerken sowohl dem richtigen Ort als auch einem passenden, abgebildeten Gegenstand zugeordnet werden. Die 1394 geschaffene Ratinger Monstranz aus vergoldetem Silber, welche auch heute noch genutzt wird, symbolisiert beispielsweise die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul. Die Rückseiten der Puzzleteile bieten ergänzend Informationen in Form von kurzen Texten über die jeweiligen Bauwerke, von denen viele auch heute noch das Stadtbild prägen. Die Beschäftigung mit dem Aufbau des historischen Kerns macht die Verknüpfung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart aber auch ohne Text für die Kinder deutlich. Durch die Zuordnung der Bauwerke zu den jeweiligen dort ursprünglich verwendeten Gegenständen wird Stadtgeschichte greifbar.

Aufgrund der anschaulichen Vermittlung der Struktur der Stadt ist Lesen somit keine Voraussetzung. Das Stadtpuzzle bietet deshalb bereits Kindern im Kindergartenalter einen ansprechenden Zugang zur Stadtgeschichte, wobei für eine einfache Handhabung die runden Puzzleteile sorgen. Sie sind mit Griffen ausgestattet und haben drei verschiedene Größen.

Die Planung des Projektes übernahm Annika Düwel in Abstimmung mit der Museumsleitung. Sie hat bis zum 31. August ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Museum absolviert und in diesem Rahmen das Stadtpuzzle als ihr Jahresprojekt entwickelt. Somit bildet die Aufstellung des Puzzles in der Ausstellung den Abschluss und den Höhepunkt ihres Einsatzes. Ab Anfang September beginnt dann für einen neuen Freiwilligen ein abwechslungsreiches Jahr mit Einblicken in die museumspädagogische Arbeit im Museum.

 

 

Share

About Author

(0) Readers Comments

Comments are closed.