Featured Ratingen — 19 Januar 2018

KREIS METTMANN. Zum 1. Januar hat der Kreis Mettmann als Träger des Rettungsdienstes mit dem Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung abgeschlossen.

Damit wird die bereits seit Mitte 2016 von den evangelischen Kirchenkreisen und dem katholischen Kreisdekanat gemeinschaftlich kreisweit und ganzjährig organisierte Notfallseelsorge nun auch vertraglich definiert. Gleichzeitig wird mit der Vereinbarung die finanzielle Beteiligung des Kreises an den Personal- und Sachkosten der kirchlicherseits gewährleisteten Notfallseelsorge festgeschrieben.
Landrat Thomas Hendele und Superintendent Frank Weber vom Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann besiegelten jetzt im Kreishaus die Vereinbarung mit ihren Unterschriften.


Landrat Thomas Hendele (Mitte) und Superintendent Frank Weber, Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann (rechts), besiegeln im Beisein von Assessor Wolfhard Ernst Günther, Manfred Frorath, Abteilungsleiter Polizei, ehrenamtlichen Notfallseelsorgern und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Mirko Braunheim (v.l.) die Vereinbarung.

Die seelische Unterstützung von Einsatzkräften, die bei schwierigen Einsatzlagen oftmals mit traumatischen Bildern oder Situationen konfrontiert werden und diese Situationen bewältigen müssen, ist ebenso wie der Beistand für Opfer und Angehörige eine elementar wichtige Aufgabe sowohl für den Kreis Mettmann als Träger des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes als auch für die Kirchen. Im Bewusstsein der Verantwortung den Opfern, ihren Angehörigen und auch den Einsatzkräften gegenüber hat der Evangelische Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann vor vielen Jahren für die Wahrnehmung der Aufgabe der Notfallseelsorge eine Pfarrstelle errichtet und besetzt sowie in den Folgejahren die „Stiftung Notfallseelsorge“ gegründet, um die Durchführung der Aufgabe finanziell hinreichend abzusichern. Im Zuge des Aufbaus der Arbeit wurde ein Netzwerk an qualifizierten Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorgern etabliert. Zugleich wurde von Beginn an auch die Begleitung, Beratung und Betreuung der Einsatzkräfte in die Arbeit einbezogen. Dieser Teil der kirchlich getragenen Notfallseelsorge ist als wichtiges Element der psychosozialen Unterstützung der Einsatzkräfte unverzichtbar. Aus diesem Grund hat der Kreis Mettmann seit vielen Jahren die „Stiftung Notfallseelsorge“ ideell und auch finanziell unterstützt.

Seit eineinhalb Jahren organisieren die Evangelischen Kirchenkreise und das katholische Kreisdekanat unter Federführung des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann die Notfallseelsorge nunmehr gemeinschaftlich, kreisweit und ganzjährig.
Diese erfreuliche Entwicklung haben der Kreis Mettmann und der Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann zum Anlass genommen, ihre Aufgaben, Rechte und Pflichten in eine förmliche Vereinbarung zu kleiden. Darin sind u.a. die qualitative Ausgestaltung der Aufgaben der Notfallseelsorge und deren Ablauf erstmals konkret beschrieben. Und auch ein erhöhter Zuschuss ist dort festgeschrieben: Künftig beteiligt sich der Kreis an den Personal- und Sachkosten für die Notfallseelsorge mit 45.000 Euro pro Jahr.
„In dem Bewusstsein, welche unschätzbar wertvolle und unverzichtbare Arbeit die Notfallseelsorger leisten, hat sich der Kreistag in seiner Sitzung im vergangenen Dezember einstimmig und aus voller Überzeugung für diese längst fällige Erhöhung des Zuschusses entschieden“, betont Landrat Thomas Hendele.
Und Superintendent Frank Weber, Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann, unterstreicht: „Dieser Vertrag ist ein wichtiger Meilenstein in der Weiterentwicklung der Notfallseelsorge. Ich bin sehr dankbar für das nachhaltige Engagement des Kreises, das uns schon seit vielen Jahren in dieser Arbeit begleitet.“

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August 13, 2018

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