Heimat News Ratingen — 11 Mai 2018

Fliedner-Mitarbeiter laufen jeden Tag nach Hawaii. Zum Tag der Pflege am 12. Mai hat die Theodor Fliedner Stiftung das Motto „Ohne uns läuft nix!“ ausgegeben.

Zu der fachlichen und emotionalen Bedeutung wurde eine passende, imposante Zahl gefunden. Denn die Mitarbeitenden der Theodor Fliedner Stiftung laufen im Schnitt fünf Kilometer für alte, kranke oder Menschen mit Behinderung – das ist bei 2.200 Mitarbeitenden die Strecke Deutschland nach Hawaii. Jeden Tag.
In Ratingen ist man stolz auf das Ergebnis. „Über Schrittzähler haben wir herausgefunden, dass unsere Mitarbeitenden rund fünf Kilometer in einer Schicht zurücklegen“, berichtet Claudia Ott, Fachvorstand der Theodor Fliedner Stiftung. Der diakonische Träger hält in der Stadt mit Einrichtungen Haus Bethesda, Fliedner Krankenhaus und Haus Siloah Angebote für Menschen mit Behinderung, in der Altenhilfe oder im Bereich der Seelischen Gesundheit vor. Gemeinsam mit den bundesweit agierenden 2.200 Kolleginnen und Kollegen sind das jeden Tag ca. 11.000 Kilometer oder die Strecke von Deutschland nach Hawaii.
„Ohne sie läuft nix“, untermauert Claudia Ott. Mit dem Motto gibt die Stiftung ein Statement in Zeiten von Fachkräftemangel und politisch fragwürdigen Zusagen ab. „Pflege muss den Stellenwert in der Gesellschaft bekommen, den sie verdient.“ Mit Blick auf das Sofortprogramm Pflege, in dem die Bundesregierung die Finanzierung von 8.000 neuen Fachkraftstellen entschieden hat, sei das „ein Tropfen auf den heißen Stein“. Pflegekräfte leisten in Deutschland einen enormen Beitrag im Dienst am Menschen und das müsse gewürdigt und sichtbarer werden. Daher ist mit dem Motto natürlich nicht nur der zurückgelegte Weg gemeint, sondern auch das „qualifizierte fachliche Engagement mit Herz, für das wir danke sagen“.

Motto wird auf vielen Wegen verbreitet
Zum Ausdruck kommt das Motto unter anderem beim Firmenlauf in Mülheim an der Ruhr, dem Hauptsitz der Stiftung, nehmen über 200 Mitarbeitende der Fliedner-Stiftung teil. „Passenderweise wird auch hier die Strecke von fünf Kilometern zurückgelegt, wie wir jetzt wissen, eine bekannte Entfernung.“ Außerdem gibt es eine Aufkleber-Aktion mit dem Motto. „Aus Solidarität ist jeder aufgefordert, Fotos mit dem Logo oder in anderen Situationen an uns zu senden.“ Gesammelt werden die Ergebnisse auf der Homepage www.pflege.fliedner.de. Mit der Aktion macht die Stiftung einen Schritt zur Stärkung der Pflege-Branche, denn die Pflege ist ein durchaus attraktiver Beruf. „Wir bieten in der Theodor Fliedner Stiftung eine große Bandbreite: ob Altenpflegehelfer, Altenpflege oder Heilerziehungspfleger; ob im Krankenhaus, im Altenheim oder im Wohnheim für Menschen mit Behinderungen.“ Zum Schnuppern eignen sich auch das Freiwillige Soziale Jahr oder der Bundesfreiwilligendienst.
Die Fachseminare für Altenpflege sowie die Fliedner Akademie bieten nicht nur günstige Voraussetzungen für die Ausbildung, sondern auch für die Fort- und Weiterbildung. Denn auch das macht den Beruf interessant: Qualifikationen zur Wohnbereichsleitung oder Pflegedienstleitung oder auch ein weiterführendes Studium sind möglich.

Der Tag der Pflege
Am 12. Mai 1820 wurde Florence Nightingale geboren. Sie gilt als Begründerin der modernen Krankenpflege der westlichen Welt und erkannte früh, dass pflegespezifisches Fachwissen als Ergänzung zur ärztlichen Profession notwendig ist. Aus diesem Anlass sagt auch die Theodor Fliedner Stiftung allen Mitarbeitenden „Danke!“. „Ohne Sie läuft einfach nichts“, betonen Carsten Bräumer, Claudia Ott und Sabine Halfen, Vorstand der Theodor Fliedner Stiftung.

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