News — 03 Juli 2018

Düsseldorf. Ein 37-jähriger Autofahrer rastet auf der Bilker Allee beim Anblick eines Mitarbeiters der Rollerstaffel völlig aus.

Weil er einen Mitarbeiter der Rollerstaffel des Ordnungsamtes beleidigt hatte, wurde ein Mann (37) jetzt vom Amtsgericht Düsseldorf zur Zahlung einer Strafe von 1.500 Euro verurteilt. Der 37-Jährige war gegenüber dem städtischen Mitarbeiter völlig ausgerastet.

Der Mitarbeiter der Rollerstaffel der Verkehrsüberwachung war am 7. März 2017 auf der Bilker Allee im Einsatz. Als er gerade dabei war, den Fahrer eines im Haltverbot geparkten Fahrzeuges zu verwarnen, kam der 37-Jährige hinzu, der bis dahin an einem davor parkenden Fahrzeug gestanden hatte und noch nicht verwarnt worden war. Dieser redete zunächst auf den Ordnungsamtsmitarbeiter ein. Er erklärte ihm, er habe dort nicht lange geparkt, sei Schmerzpatient und nur kurz in der Apotheke gewesen. Der Mitarbeiter der Rollerstaffel, sagte ihm daraufhin, es sei ja noch nichts passiert, forderte ihn aber gleichzeitig auf, sein Auto aus dem Haltverbot zu entfernen.

Im weiteren Verlauf rastete der 37-Jährige völlig aus. Mit quietschenden Reifen wendete er seinen Mercedes, ohne auf den Verkehr zu achten, und fuhr auf die linke Fahrspur der Bilker Allee. Er stellte den Wagen auf den Gleisen der Rheinbahn neben dem Mann vom Ordnungsamt ab und schrie durch das offene Seitenfenster: „Hier stehen tausend Autos, du hast nur wegen mir angehalten, das machst Du nicht weiter so, dass ist erst der Anfang, verlass dich drauf!“ Der Mitarbeiter der Rollerstaffel versuchte zunächst weiter, den Tobenden zu beruhigen. Er sagte: „Fahren Sie ihr Fahrzeug weg, Sie behindern den Verkehr“, denn mehrere Autos stauten sich bereits hinter dessen Mercedes. Doch der 37-Jährige sprang aus dem Auto, ließ sein Fahrzeug auf den Schienen stehen, kam dem Mitarbeiter wild gestikulierend immer wieder bedrohlich nahe und schrie neben Beleidigungen und wirren Worten immer wieder: „Das ist erst der Anfang!“

Der Mitarbeiter des Ordnungsamtes forderte daraufhin, weil er sich bedroht fühlte und den Eindruck hatte, der Mann würde unter Drogen stehen, zur Unterstützung die Polizei an. Derweil kamen zwei couragierte Anwohner hinzu, die das Geschehen beobachtet hatten und sich spontan als Zeugen zur Verfügung stellten.

Die Polizisten nahmen den 37-jährigen Mann schließlich wegen Verdachts auf Drogenkonsum und Führen eines Kraftfahrzeuges unter Drogen mit. Gegen ihn wurde seitens des Ordnungsamtes Strafantrag gestellt. Eine Überprüfung der Fahreignung durch die Straßenverkehrsbehörde wird in die Wege geleitet. Vom Amtsgericht erhielt der 37-Jährige jetzt die Quittung im Hinblick auf den Strrafantrag. Er wurde zur Zahlung von 30 Tagessätzen zu je 50 Euro verurteilt.

Text: Paulat, Volker

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