Featured Ratingen — 22 August 2017

Die SPD Fraktion stellt für den Bezirksausschuss Mitte und die Folgeausschüsse folgenden Ergänzungsantrag:


Archivbild Kirchgasse

Aufgrund des vorliegenden Parkraumkonzeptes wird auf die Weiterverfolgung der Pläne einer Tiefgarage am Beamtengässchen verzichtet. Alternativ dazu wird die Verwaltung beauftragt, die Schaffung zusätzlicher Tiefgaragen- Stellplätze im Kontext der Entwicklung des Areals Kirchgasse und/oder an der „alten Feuerwache“ (zusätzliche Tiefgaragenebene als öffentliche Parkgarage) zu prüfen

Begründung:

Mit dem jetzt vorliegenden Parkraumkonzept sieht die SPD ihre grundsätzliche Position bestärkt, dass es in der Ratinger Innenstadt eigentlich ausreichend Stellplätze gibt und dass daher die von CDU und BU geforderte neue Tiefgarage auf dem Park Beamtengässchen weder notwendig noch städtebaulich sinnvoll ist.

Das Gutachten für das Parkraumkonzept stammt von dem renommierten Büro Brilon Bondzio Weiser und stellt in einer fundierten Erfassung der Ist-Situation fest, dass in Ratingen die Parkhäuser „insgesamt auffällig gering ausgelastet sind“ (Damit widersprechen die Fachleute explizit dem mantrahaft geäußerten Vorwurf von CDU, BU und Citykauf, es gäbe in Ratingen zu wenige Parkhäuser. Dieses spiegelt sich auch in der Gesamtbewertung der Stellplatzausstattung wider. Hiernach bietet das Gesamtsystem „noch gewisse Kapazitätsreserven“, wobei das Planungsbüro sich nur auf den inneren Innenstadtbereich bezieht und Stellplätze wie am Stadttheater, Schwimmbad oder Stadionring nicht mitgezählt wurden.

Dieses Gesamtbild wird auch durch die Befragung der Nutzer der Parkangebote untermauert. Hiernach finden 87% der Befragten ihren Wunschparkplatz und 85% haben keine Probleme mit der Parkplatzsuche.

Die SPD kann sich grundsätzlich vorstellen, sich auf diesen Weg des „Qualitätskonzeptes“ zumindest partiell einzulassen, sieht aber durch den Fokus auf dem östlichen Teil der Innenstadt sich in ihrer Ablehnung der Tiefgarage Beamtengässchen bestärkt. An dieser Stelle hat Ratingen wahrlich genug Stellplatz, zumal auch der Gutachten davon spricht, dass wegen Überkompensation des Bedarfs dann ja auch Stellplätze an Stadthalle/ Hans-Böckler-Straße rückgebaut werden könnten. Für die SPD wäre es aber eine groteske planerische Fehlleistung, Stellplätze an der Stadthalle zurückzubauen und dafür den einzigen Park in der Innenstadt zu zerstören, um dort ein paar Stellplätze zu schaffen.

Um den Bedarf im östlichen Bereich zu decken, sieht die SPD daher eher darin einen Sinn, die genannten Standorte Kirchgasse und/oder „alte Feuerwache“ zu prüfen.

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