Featured News Ratingen — 28 Juli 2017

ADFC. Anfang August treffen sich Automanager und Regierungsvertreter von Bund und Ländern zum „Nationalen Forum Diesel“. Bei diesem Krisengipfel will die Bundesregierung Maßnahmen zur Verringerung des Schadstoffausstoßes festlegen, um Fahrverbote für Dieselautos in besonders belasteten Städten zu vermeiden. Der ADFC fordert den massiven Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur, um die umweltfreundliche Alternative zum Auto endlich konkurrenzfähig zu machen.


Radfahren in der Stadt – blockierter Radweg

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Nur eine eingesparte Diesel-Fahrt ist eine gute Fahrt! Natürlich gibt es Autofahrten, die unvermeidbar sind. Damit diese Fahrten auch in Zukunft möglich sind, müssen Millionen nicht notwendiger Fahrten vermieden oder verlagert werden. Die Hälfte der städtischen Autofahrten sind Kurzstrecken von unter fünf Kilometern. Mit einer top-ausgebauten Fahrrad-Infrastruktur könnte man davon massenhaft Fahrten auf das Rad verlagern. Wir erwarten, dass die Fahrradförderung im Abschlusspapier des Diesel-Gipfels eine zentrale Rolle spielt!“

ADFC fordert das „Fahrradland Deutschland. Jetzt!“

Mit einer bundesweiten Unterstützer-Kampagne wirbt der ADFC im Vorfeld der Bundestagswahl für einen Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik. Er fordert Vorrang für Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV vor dem Autoverkehr, deutlich höhere Finanzmittel des Bundes, Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts, deutliche Verbesserungen bei der Verkehrssicherheit sowie verbindliche Qualitätsstandards für Radwege. Alle Forderungen gibt es auf www.radlandjetzt.de.

Maßstab: Niederlande

Seit den 1980er Jahren fördern die Niederlande das Radfahren massiv und ermutigen Bürger, Strecken mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen. Auto-Zufahrtsmöglichkeiten in die Stadtzentren werden eingeschränkt, Parkgebühren erhöht, Kfz-Verkehrsflächen reduziert und Radwege gebaut, durchgängige Radverkehrsnetze und Parkmöglichkeiten angelegt sowie das Tempo innerorts auf einem Großteil der Straßen auf 30 km/h begrenzt. Der Erfolg ist durschlagend: 27 Prozent aller Wege werden in den Niederlanden mit dem Rad zurückgelegt (D: 12%). 25 Prozent pendeln mit dem Rad statt mit dem Auto zur Arbeit (D: 10%). Über 1.000 Kilometer legt jeder niederländische Einwohner pro Jahr auf dem Rad zurück (D: 430 km).

Stork: „Es ist unerträglich, dass die Politik die Notbremse nicht schon vor Jahrzehnten gezogen hat. Schon vor 40 Jahren waren die Risiken des Autoverkehrs für Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität bekannt – und man hätte, wie in den Niederlanden, das Fahrrad als Alternative kräftig nach vorn bringen können. Jetzt ist der allerspäteste Zeitpunkt, die Weichen für 25 Prozent Radverkehrsanteil und mehr zu stellen!“

Auch in Ratingen gibt es noch sehr viel zu tun!!!

Foto: ADFC/Gerhard Westrich

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Oktober 06, 2017

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