Featured News Ratingen — 16 Oktober 2017

Ratingen. Am 9. Oktober 2017 fand im Angersaal der Stadthalle die Veranstaltung „Ratingen Digital“ statt, zu der Bürgermeister Klaus Pesch eingeladen hatte.

Die Veranstaltung mit ca. 60 Teilnehmern wurde zusammen mit der Standortinitiative Ratingen Tiefenbroich/West e.V. (InWest) und dem Unternehmensverband Ratingen e.V. (UVR) durchgeführt.

Smart City ist heute in aller Munde und bedeutet neue Informations- und Kommunikationstechnologien zu nutzen, um die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner zu erhöhen. Hierbei werden auch die Bedürfnisse heutiger und künftiger Generationen, insbesondere wirtschaftliche, soziale, ökologische und kulturelle Aspekte berücksichtigt. Für die Umsetzung solcher Projekte bedarf es nicht nur den aktiven Einsatz durch die Kommune, sondern auch von anderen Stakeholdern wie Unternehmen, Bürger/-innen und anderen Organisationen. Beispiele für eine smarte City sind u. a. eine verbesserte Verkehrsflusssteuerung, die Überwachung von Infrastrukturen (Wasserver- und entsorgung), eine abgestimmte Straßenbeleuchtung, aber auch eine mögliche „Ratinger Cloud“ oder freies W-LAN im Stadtgebiet.

Ratingen hatte sich Anfang 2017 am Wettbewerb des IT Dachverbandes Bitkom „Digitale Stadt“ (oder neudeutsch: „Smart City“) beteiligt, in dem die Förderung einer deutschen Stadt in zweistelliger Millionenhöhe für den Ausbau zur bundesdeutschen digitalen Referenzstadt ausgelobt worden war. Der Zuschlag ging dann zwar an die Stadt Darmstadt. Dennoch möchte Ratingen dieses für die Zukunftsfähigkeit und Attraktivität jeder Stadt immer wichtiger werdende Thema kontinuierlich weiter verfolgen.

Schon jetzt hebt sich Ratingen von vielen Kommunen ab, da hier bis 2022 eine flächendeckende Glasfaserverkabelung geschaffen wird. Der private Nutzen 500 Mbit schneller Internetverbindungen, wie sie heute bereits in einzelnen Teilen Ratingens angeboten werden, steht außer Frage. Aber mit welchen Services kann Ratingen auch als „smarte Stadt“ punkten?

Dazu wurden Fachleute aus der Ratinger IT Branche sowie generell interessierte Unternehmen eingeladen, um sich zu informieren und um die Weiterentwicklung von Ratingen zur Digitalen Stadt zu begleiten und zu fördern.

Was anderenorts bereits läuft, verdeutlichte der einleitende Vortrag der Projektleiterin, Frau Bonan, über „Dortmund auf dem Weg zur smarten Stadt“. Anschließend wurde im Vortrag über das „Digital Innovation Hub Düsseldorf / Rheinland“ durch dessen Geschäftsführer, Herrn Hornik, aufgezeigt, welche Unterstützungsangebote innovativen Unternehmen angeboten werden.

Was technisch möglich ist, worauf man aber auch achten muss, z.B. auf den Datenschutz, und wie man sich in derartigen Projekten finden und organisieren sollte, legten die Referenten der ortsansässigen IT Unternehmen Hewlett Packard Enterprise (HPE) und SAP, Herr Kullak (HPE) und Herr Wussow (SAP) in ihren Vorträgen dar.

Zum Abschluss fasste Herr Frühbuss von HPE (jetzt DXC Technology) die Vorschläge aus der Ratinger Bitkom Bewerbung vom Jahresbeginn zusammen. Zusammen mit einem Team aus dem Dual Study Programm der HPE hatte er im Hintergrund die Bewerbung maßgeblich mitgestaltet. Ein Kernthema der Bewerbung war die „Ratingen Cloud“ als zentrale Datenplattform für Behörden und Bürger. Hinzu kamen Lösungsvorschläge z.B. zu vier möglichen Handlungsfeldern -Energie & Umwelt – Handel – Verkehr und Verwaltung.

Abschließend diskutierten die Referenten zusammen mit Olaf Tünkers vom UVR und Stephen Stricker, dem E-Governmentbeauftragten der Stadt Ratingen unter Einbezug aller Teilnehmer/-innen über die Herausforderungen sowie die Chancen und Risiken der Digitalen Stadt. Am Ende stand fest: der Erfolg eines solchen Projektes hängt von allen Beteiligten ab (Kommune, Unternehmen, etc.); die Diskussion um Verkehrsfluss-Steuerung inkl. Parkplatzsuche erzeugt viel Phantasie und weckt Emotionen; der stationäre Handel kann mit der Digitalisierung Wege finden, sich vom reinen Preiswettbewerb der global agierenden Internet-Anbieter abzusetzen. Diese Themen sollen nun in Arbeitsgruppen weiter ausgearbeitet werden.

Unter der e-mail Adresse „ratingen-digital@ratingen.de“ können sich Interessierte melden, wenn sie ihre Unterstützung bei der Erarbeitung der Konzepte für „Ratingen Digital“ anbieten wollen.

Foto: Gemeinsam für eine digitale Stadt (von links): Peter Hornik (Digital Innovation Hub Düsseldorf / Rheinland GmbH), Kai Wussow (SAP Deutschland AG & Co. KG), Stephen Stricker (E-Governmentbeauftragter Stadt Ratingen), Michaela Bonan (Projekt „Smart City Dortmund“), Thomas Frühbuss (DXC Technology, Standortinitiative InWest), Bürgermeister Klaus Pesch, Heiko Kullack (Hewlett-Packard GmbH), Olaf Tünkers (Unternehmensverband Ratingen)

Doppelhaushalt 2018/2019

Doppelhaushalt 2018/2019

November 21, 2017

Share

About Author

(0) Readers Comments

Comments are closed.