Ratingen — 14 Juni 2018

Bewerbung Ratingens als Fairtrade-Stadt ist eingereicht – gefeiert wurde im Museum bei der „Fair-o-mat“-Einweihung.


Der Fair-o-mat im Museum der Stadt kommt gut an.
Die offizielle Einweihung nahmen (v.r.) Beigeordneter Harald Filip,
Museumsleiterin Dr. Alexandra König und Projektkoordinatoin Lena Steinhäuser vor.

Ratingen. Eine gute Nachricht zu einem schönen Anlass: „Wir eröffnen heute nicht nur einen Fair-Trade-Snackautomaten im Museum der Stadt, sondern feiern auch die Einreichung der Bewerbung Ratingens als Fairtrade-Stadt“, verkündete am Mittwoch, 13. Juni 2018, der Beigeordnete Harald Filip, dessen Dezernat auch das Amt für Kultur und Tourismus umfasst. Einige interessierte Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um sich bei Erdbeerschokolade, Sahnebonbons und knackigen Maniok-Chips aus dem neuen stromfrei betriebenen Snackautomaten über den Fairen Handel und die Umsetzung des Projekts Fairtrade-Stadt in Ratingen austauschen.

Die Idee für einen solchen Snackautomaten kam den beiden Gründern der kleinen Fair-o-mat GbR, als sie sich angesichts eines konventionellen Snackautomaten auf einem Bahnsteig fragten, warum es in diesem keine Snacks aus dem Fairen Handel gab. Die beiden Bastler aus Castrop Rauxel beschlossen, einen ressourcenschonenden Snackautomaten aus recycelten Geräten herzustellen, der einerseits nur Fair-Trade-Snacks beinhalten und andererseits ab dem Zeitpunkt der Aufstellung CO2-neutral arbeiten sollte. Das wurde erreicht durch einen stromfreien rein mechanischen Betrieb, der ohne Kühlung und Münzwechsler auskommt.

Ein solcher Snackautomat für Fair-Trade-Produkte wurde nun im Rahmen der Kampagne „Fairtrade-Städte“, gefördert durch die Engagement Global gGmbH mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), im Museum der Stadt Ratingen aufgestellt. „Der Snackautomat wird sehr gut angenommen und bietet eine gute Ergänzung unseres Museumscafés, in dem wir schon lange Kaffee aus dem Fairen Handel anbieten. Wir freuen uns, dass wir hiermit auch zur Bewerbung Ratingens als Fairtrade-Stadt beitragen“, so Museumsleiterin Dr. Alexandra König.

Seitdem im letzten Jahr das Projekt Fairtrade-Stadt Ratingen startete, konnten bereits alle fünf Kriterien zur Einreichung der Bewerbung erfüllt werden:

1. Ratsbeschluss: Am 28. November 2017 erfolgt einstimmig der Ratsbeschluss: „Ratingen beschließt […] den Titel „Fairtrade-Stadt“ anzustreben. […] Bei allen Sitzungen des Rates und der Ausschüsse sowie im Bürgermeisterbüro wird fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt aus fairem Handel verwendet.“

2. Steuerungsgruppe: Am 24.01.2018 wurde die Fairtrade-Stadt-Steuerungsgruppe gegründet.

3. Einzelhandel und Gastronomie: Mindestens zwei Fair-Trade-Produkte sind in mindestens 19 Einzelhandelsgeschäften und zehn Gastronomiebetrieben im Angebot.

4. Zivilgesellschaft: Mindestens eine Schule, eine Kirchengemeinden und ein Verein informieren über den Fairen Handel und nutzen Fair-Trade-Produkte.

5. Medien und Öffentlichkeitsarbeit: Mindestens einmal im Quartal berichten lokale Medien über die Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt.

„Zufällig erhielt ich die letzte Bestätigung, die noch für die Erreichung der Kriterien notwendig war, am 1. Juni, also exakt ein Jahr nach dem Projektstart. Es ist toll zu sehen, dass wir jetzt schon in vielen Bereichen die Kriterien übererfüllt haben und das bereits starke entwicklungspolitische Engagement vieler Ratinger neuen Aufwind bekommen hat“, freut sich Lena Steinhäuser, Projektkoordinatorin für Kommunale Entwicklungspolitik bei der Stadt Ratingen.

Das Thema Fairer Handel langfristig und selbstverständlich in die unterschiedlichen Bereichen zu integrieren, die auch bei den Bewerbungskriterien angesprochen werden, wird eine der wichtigsten Herausforderungen sein. Da schon jetzt viele neu Interessierte den Fairen Handel unterstützen und neue Akteure sowie viele Vereine, die im Rahmen der Kampagne „Fairtrade-Städte“ das Thema in ihren Vereinsalltag integrieren möchten, ist Lena Steinhäuser aber zuversichtlich, dass die angestrebte Auszeichnung nicht gleichbedeutend mit einem Abflauen der Aktivitäten sein wird, sondern zu weiterem Schwung beiträgt.

Kontakt: Tel. (02102) 550-1065, E-Mail: lena.steinhaeuser@ratingen.de.

Weitere Informationen unter http://www.fair-o-mat.de/ und http://www.fairtrade-towns.de.

 

Foto: Stadt Ratingen

Energiesparmeisterschaft

Energiesparmeisterschaft

Oktober 12, 2018
Familien endlich entlasten
Ratingen ist Fairtrade-Town

Ratingen ist Fairtrade-Town

September 28, 2018
Vitale Innenstädte 2018

Vitale Innenstädte 2018

September 27, 2018
Ratinger Seniorenzeitung

Ratinger Seniorenzeitung

September 25, 2018

Share

About Author

(0) Readers Comments

Comments are closed.