Blaulicht — 24 März 2018

Ratingen (ots) – In den gestrigen Mittagsstunden wurde die Feuerwehr Ratingen zu einer Brandmeldung in einem Hochhaus in Ratingen West alarmiert.

Bereits während der Anfahrt konnten die ersten Einsatzkräfte eine starke,
tiefschwarze Rauchentwicklung aus mehreren Fenstern einer Wohnung im
obersten Geschoss des Gebäudes wahrnehmen. Der vermeintliche
Kleinbrand, gemeldet war ein brennender Spiegelschrank im Badezimmer,
stellte sich als wesentlich gefährlicher heraus als dies zunächst zu
erwarten war. Während der ersten Erkundung konnte schnell eine Person
auf dem Balkon der Brandwohnung ausgemacht werden, die durch den
immer stärker werdenden Brandrauch bedroht wurde. Eine Rettung über
die Drehleiter war aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht
möglich; über den bei Hochhäusern besonders vor Rauch und Feuer
gesicherten Treppenraum war jedoch ein schneller und gefahrloser
Einsatz möglich. Während ein sogenannter Stoßtrupp schnellstmöglich
in die Brandetage vorging, wurde durch sofort nachrückende Kräfte
weiteres Material in die unter dem Brandgeschoss liegende Etage
transportiert und für den Einsatz bereitgelegt. Da dieses notwendige
Vorgehen sehr personalintensiv ist, werden bei Brandmeldungen in
Hochhäusern grundsätzlich mehr Einsatzkräfte alarmiert als bei
Bränden in normalen Wohnhäusern. Die 81 jährige Bewohnerin der
Brandwohnung die zunächst sehr resolut versucht hatte den
Entstehungsbrand selbst zu löschen, konnte schnell aus der für sie
akut lebensbedrohlichen Situation gerettet werden. Nach Abschluss der
dramatischen Rettungsaktion konnte der voll entwickelte Brand, der
sich zwischenzeitlich bereits auf die übrige Wohnung ausgedehnt
hatte, schnell mit einem Löschrohr bekämpft werden. Durch das
umsichtige Vorgehen aller Einsatzkräfte, konnte der Rauch- und
Wasserschaden weitgehend auf die vom Brand betroffene Wohnung
begrenzt werden. Die verletzte Seniorin wurde durch den
Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Düsseldorfer
Krankenhaus transportiert.

Noch während der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der
eingesetzten Fahrzeuge erreichten die Feuerwehr Ratingen weitere
Notrufe die ein sofortiges Ausrücken mehrerer Einheiten erforderlich
machten. Auf der A52 galt es nach einem Verkehrsunfall Hilfe zu
leisten und die Einsatzstelle abzusichern während nahezu zeitgleich
in Lintorf der Keller eines Wohngebäudes über 2m hoch unter Wasser
stand und leer gepumpt werden musste.

Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr, die Löschzüge Tiefenbroich,
Mitte, Lintorf und Breitscheid sowie der Rettungsdienst
Ratingen/Heiligenhaus.

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