Blaulicht Featured Ratingen — 13 März 2017

Ratingen (ots) – Volle Plätze in den Reihen des Stadttheaters am Abend des 10.03.2017. Traditionell führt die Ratinger Feuerwehr Anfang März ihre Hauptversammlung, die sogenannte Wehrversammlung, durch.

Der Leiter der Feuerwehr Ratingen, René Schubert, und der für die
Freiwillige Feuerwehr verantwortliche Stadtbrandinspektor Uwe
Schneiders begrüßten neben über 300 Mitgliedern der Feuerwehr
Ratingen viele Ehrengäste: Neben Bürgermeister Klaus-Konrad Pesch,
dem Ersten Beigeordneten Rolf Steuwe und den für den Feuerschutz
verantwortlichen Beigeordneten Frank Mendack konnten auch MdL
Elisabeth Müller-Witt, MdB Peter Beyer, der Dezernent des Kreises
Nils Hanheide nebst dem für Bevölkerungsschutz verantwortlichen
Amtsleiter Thomas Jarzombek sowie als Vertreter der Fraktionen des
Rates Gero Fahr, Rainer Vogt, Christian Wiglow, Hannelore Hanning,
Elizabeth Yeboah und Uwe Meisenkothen sowie Ehrengäste aus dem
Feuerwehrwesen und den Hilfsorganisationen der Einladung gefolgt.

Prägendes Element der diesjährigen Wehrversammlung war eine
Veränderung bei der Jugendfeuerwehr: Durch neue rechtliche
Rahmenbedingung können inzwischen Jugendliche ab dem vollendete 16.
Lebensjahr in den aktiven Dienst übergeleitet werden. Die Ratinger
Feuerwehr beabsichtigt, die dadurch gewonnenen Kapazität bei den
Betreuern zu nutzen, um das Eintrittsalter von bislang 12 Jahre auf
10 Jahre abzusenken, Die Jugendfeuerwehr selbst hatte die Idee,
darüber und über ihre Arbeit im Allgemeinen durch einen Imagefilm zu
berichten. Mit großem Aufwand und viel Engagement wurde der Film
gedreht – am Abend der Wehrversammlung wurde er einer begeisterten
Öffentlichkeit präsentiert. Ab sofort kann er zum Beispiel über die
Homepage www.feuerwehr-ratingen.de aufgerufen werden.

Das Einsatzgeschehen wurde vom Leiter der Feuerwehr René Schubert
bei seiner zehnten Wehrversammlung in Bezug zu den Zahlen von 2007
gesetzt. 33 % ODER 4.500 Einsätze mehr wurden 2016 geleistet als
2007. In Summe wurden 18.709 Einsätze im vergangenen Jahr gefahren –
51 Einsätze jeden Tag! Diese verteilen sich auf 17.136 Einsätze in
Notfallrettung und Krankentransport sowie 1.573 in Brandschutz und
Technischer Hilfeleistung. Die Einsätze im Bereich Technischer
Hilfeleistung steigen seit Jahren weiter an. Gravierend ist der
erneute Anstieg bei den Einsätzen in der Notfallrettung von fast 4 %.
Auffällig ist ausserdem, dass die Anzahl der Brände um ein Drittel
auf auf 300 gestiegen ist – von dieser Steigerung sind aber auch
einige dem Engagement im Projekt FEUERWEhrensache durch überörtliche
Einsätze eines Erprobungsfahrzeuges geschuldet.

Entscheidend für die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr bleibt die
Personalstärke. Auch in Ratingen ist nach zehn Jahren Zuwachs ein
leichter Rückgang der Gesamtpersonalstärke von 573 auf 560 zu
beobachten. In der Freiwilligen Feuerwehr wurden leider weniger
Mitglieder gewonnen, als ausgeschieden sind. Es ist sehr wichtig, die
Attraktivität der Ratinger Feuerwehr für erfahrene und qualifizierte
Kräfte hoch zu halten. Das gilt für die ehrenamtlichen Mitglieder
genauso wie für die der Berufsfeuerwehr.

Auch die frisch abgeschlossene Auswertung der Schutzzieleinhaltung
wurde präsentiert. Ziel der Schutzziele ist es, dass bei 80 % der
Einsätze 8 Minuten nach Alarm 10 Feuerwehrkräfte, weitere 5 Minuten
später zusätzlich 6 Einsatzkräfte die Einsatzstellen erreichen. Diese
Ziele wurden 2016 zu 55 % bzw. 75 % erreicht. Eine für 2016 erwartete
signifikante Verbesserung durch die eingeführte schnellere
Alarmierungstechnik wird offenbar durch die zunehmende
Verkehrsproblematik im Stadtgebiet sowie, bei steigenden
Einsatzzahlen, die immer häufigeren zeitgleichen Einsätzen
verhindert.

Der Leiter der Feuerwehr René Schubert berichtete auch über
Besonderheiten des vergangenen Jahres sowie die anstehenden
Entwicklungen im neuen Jahr. Neue Herausforderungen sind die
Umsetzung des neuen Rettungsdienstbedarfsplanes des Kreises und die
Entwicklung des nächsten Brandschutzbedarfsplanes, vor allem aber die
Aufrechterhaltung der Attraktivität der Feuerwehr zugunsten einer gut
qualifizierten und hoch motivierten Truppe.

Im Rahmen der Wehrversammlung wurde wieder eine Vielzahl von
Feuerwehrangehörigen befördert, einigen wurde eine neue Funktion
übertragen.

Mit dem Ehrenzeichen der Feuerwehr Ratingen in Silber wurden
Barbara Arndt, Stephan Boddem, Elmar Hörster und Uwe Schneiders
ausgezeichnet, Heinrich von der Heiden wurde mir dem Ehrenzeichen der
Feuerwehr Ratingen in Gold geehrt. Sie alle haben durch Ihr Wirken in
den unterschiedlichsten Bereichen der Feuerwehr oder zugunsten der
Feuerwehr eine außergewöhnliche Leistung gezeigt, bzw. zeigen sie
immer noch.

Mit der Auszeichnung“ Partner der Feuerwehr“ wurde in diesem Jahr
die Firma Vennes Erd- und Tiefbau geehrt. Die Firma Vennes ist seit
Jahren mit der Feuerwehr Ratingen verbunden und stellt bei Einsätzen
jederzeit die beschäftigten Freiwilligen Feuerwehrleute von der
Arbeit frei.

In guter alter Tradition klang der Abend nach dem offiziellen Akt
in gepflegter, rustikaler Atmosphäre in der Fahrzeughalle der
Hauptfeuer- und Rettungswache aus. Der ausführliche Jahresbericht
2016 der Feuerwehr Ratingen ist ab sofort unter
www.feuerwehr-ratingen.de veröffentlicht.

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