Featured Ratingen — 21 Juli 2017

Viele Bürgerinnen und Bürger in Ratingen fragen sich, wie es auf den freien Flächen im ehemaligen Balcke-Dürr-Gelände weitergeht und machen sich große Sorgen angesichts der jetzt schon erheblichen Verkehrsmengen.


Foto: www.ragentur.de

Im sog. Schwarzbachquartier sind rd. 100.000 m² Bruttogeschossfläche möglich nach dem gültigen Bebauungsplan, was rd. 70.000 bis 80.000 m² Büronutzfläche entspricht, von denen jedoch ein Teil für ein geplantes Hotel einschließlich Gastronomie entfallen. Erschlossen werden soll das Schwarzbachquartier primär über die Josef-Schappe-Straße. Im Innenteil soll ein verkehrsfreier, mit Aufenthaltsqualität versehener Grünzug entstehen.

Das Gelände ist ein Premiumstandort, den Ratingen braucht, die Entwicklung darf aber nicht zu Lasten der Lebensqualität der Menschen in Ost erfolgen. Problem ist, dass die bauliche Entwicklung und die verkehrliche Erschließung nicht mit einander Schritt halten. Alle politische Beschlüsse gefasst zum Verkehrskonzept Ost, zum Kreisverkehr Mettmanner Straße, zum Schutz Anwohner vor Schleichverkehr, zum Umbau Kreuzung Edeka und seit langem schon zur Verlegung K10.

Ohne eine Lösung der Verkehrsprobleme besteht bei der Bürgerschaft keine Akzeptanz für die weitere Entwicklung. Daher muss es feste Absicht sein, erst die Verkehrsprobleme zu lösen, bevor das Gelände voll weiter entwickelt wird.

Die SPD Fraktion hat daher für den nächsten Bezirksausschuss Mitte und die Folgeausschüsse einen umfangreichen Antrag zum Themenkomplex „Verkehrskonzept Ratingen-Ost/ Erschließung Edeka Kels/ Weitere Entwicklung Gewerbegebiet „Schwarzbachquartier“ gestellt.

Zum einen wird die Verwaltung gebeten, für das in Erarbeitung befindliche Verkehrskonzept Ost eine weitere Verkehrszählung nach den Sommerferien durchzuführen, um die Auswirkungen der Eröffnung des neuen Edeka Kels und von SAP im Echtbetrieb in die Bewertung einfließen zu lassen. Dann sollen umsetzungsreife Bausteine des Verkehrskonzeptes zum Beispiel für die Hugo-Schlimm-Straße oder zum Thema Schulwegsicherung (gefahrlose Erreichbarkeit der weiterführenden Schulen in der Innenstadt und der Grundschulen in Ost) vorab, noch in 2017, in die Beratung der Gremien kommen, damit es voran geht.

Die neue Ausfahrt von Edeka Kels auf die Homberger Straße soll überprüft werden, ob nicht andere Lösungen sinnvoller sind. Dazu gehört auch die Überplanung der Radwegführung auf der Homberger Straße mit dem Ziel, Radwege bzw. –streifen auf beiden Seiten der Homberger Straße zu schaffen. Der Radweg auf dem Teilstück Balcke-Dürr-Allee bis Ausfahrt Kels ist kaum befahrbar und zu optimieren.

Zudem möchte die SPD, dass der Rat eine Selbstverpflichtung beschließt, die weitere bauliche Entwicklung des sog. Schwarzbachquartiers so zu steuern, dass vor Fertigstellung alle Maßnahmen aus dem Verkehrskonzept Ost für den Bereich zwischen Homberger Straße und Mettmanner Straße einschließlich Umbau Kreisverkehr umgesetzt sind bzw. für den Bereich Mettmanner Straße bis Neanderstraße einschließlich K 10n abschließend mit verbindlicher Umsetzungsplanung versehen sind.

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