Heimat Ratingen — 20 Februar 2018

Ratingen. Im Rahmen der Kampagne „Fairtrade-Town-Ratingen“ unterstützt die Stadt Ratingen interessierte Vereine durch Beratung und mittels eines Mikro-Projekte-Fonds bei der Durchführung von Initialprojekten zum Fairen Handel.

Darauf macht die städtische Projektkoordinatorin Kommunale Entwicklungspolitik Lena Steinhäuser aufmerksam. Ziel ist, zu einem verbesserten Kenntnisstand des Fairen Handels und zur langfristigen Integration von Produkten aus dem Fairen Handel in das Vereinsleben beizutragen.

Fairtrade-Towns fördern gezielt den Fairen Handel auf kommunaler Ebene. Der Faire Handel verbessert unter anderem durch existenzsichernde Löhne und das Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen am Anfang der Lieferkette vieler unserer alltäglichen Produkte wie Kaffee, Bananen, Fußbälle und Textilien.

Um als Fairtrade-Town anerkannt zu werden, ist neben politischem und wirtschaftlichem Engagement auch die zivilgesellschaftliche Ebene wichtig. Kirchengemeinden in Ratingen und auch Ratinger Schulen nutzen bereits Produkte aus dem Fairen Handel und führen Informations- und Bildungsveranstaltungen zu diesem Thema durch. Für die erfolgreiche Bewerbung Ratingens ist es aber notwendig, dass sich auch Ratinger Vereine für den Fairen Handel einsetzen. Fördervereine, Sportvereine, Karnevalsvereine und viele mehr – alle Vereine können mitmachen! Interessierte können sich gerne an Lena Steinhäuser wenden, um aufbauend auf Best Practice-Beispielen Aktionsideen rund um den Fairen Handel zu entwickeln.

Weiterhin unterstützt ein Mikro-Projekte-Fonds Vereine bei der Durchführung von Initialprojekten zum Fairen Handel. Die Förderung beträgt maximal 200 Euro pro Verein. Eine Förderung ist nur möglich bis der Fonds ausgeschöpft ist. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht. Gefördert wird die Initiative durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Programms „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Voraussetzungen für eine Förderung:

· Der Verein legt in einem Antragsformular dar, inwiefern er ein dauerhaftes Engagement hinsichtlich des Fairen Handels anstrebt, bzw. welche Informationsarbeit zum Fairen Handel durchgeführt wird. Insofern werden keine einmaligen Beschaffungsvorgänge ohne informatorischen Kontext finanziert.

· Die Bezahlung der bewilligten Projektmittel (z.B. Fair-Trade-Fußbälle, Fair-Trade-Produkte für Festivitäten) erfolgt durch die Stadt Ratingen. Bereits beglichene Rechnungen können nicht eingereicht werden.

· Der Verein verfolgt das Ziel, sich langfristig zum Thema Fairer Handel zu engagieren und bestätigt dies im Anschluss an das durchgeführte Projekt.

Förderanträge können ab sofort eingereicht werden. Das Formular und weitere Informationen erhalten Interessierte bei Lena Steinhäuser (E-Mail: lena.steinhaeuser@ratingen.de, Tel. 02102/550-1065).

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