Heimat Kids — 30 Mai 2018

RATINGEN. Mit Experimenten und kleinen Praxisaufgaben haben die Kinder der Gebrüder-Grimm-Schule gelernt, wie bedeutend Trinkwasser für unser Leben ist.

In der anschaulichen Doppelstunde konnten die Drittklässler unter anderem erleben, wie ein Filter im Wasserwerk funktioniert. Die Stadtwerke Ratingen bieten diesen praxisnahen Umweltunterricht zum wiederholten Mal im Rahmen ihres Lernprojektes an – mit einem neuen Rekord. Erstmals sind die Stadtwerke zusammen mit Experten der Deutschen Umweltaktion (DUA) an 13 lokalen Grundschulen zu Gast. Ziel ist es, die 685 Kinder möglichst früh für den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und Energie zu sensibilisieren.

„Den Umweltschutz voranzutreiben ist schon heute sehr wichtig, doch für künftige Generationen wird dieses Thema noch erheblich an Bedeutung gewinnen“, sagt Frank Schlosser, Vertriebsleiter der Stadtwerke Ratingen. „Deswegen möchten wir mit unserem Projekt helfen, die Grundschüler spielerisch an den Umweltschutz heranzuführen. Dass die Idee inzwischen so gut an den Schulen und bei den Kindern ankommt, freut uns jedes Jahr aufs Neue.“ Die Idee hinter dem Schulprojekt ist denkbar einfach: Wer schon als Kind lernt, Wasser und Energie nachhaltig zu nutzen, wird dieses Verhalten wahrscheinlich auch als Erwachsener fortführen.

Dieser Gedanke stand auch hinter der Unterrichtsstunde an der Gebrüder-Grimm-Schule. Um die Kinder spielerisch an das Thema Wasser heranzuführen, wurde mit einem Pantomime-Spiel rund um das Thema Wasser gestartet und anschließend der natürliche Wasserkreislauf erläutert. Außerdem lernten sie von Sabine Köster, Referentin von der Deutschen Umwelt-Aktion, den Unterschied zwischen Salz- und Süßwasser kennen. Als sie die Schüler fragte, wo das Trinkwasser aus dem Wasserhahn zu Hause herkommt, herrschte Stille im Klassenraum. „Aus der Erde“ lautet natürlich die richtige Antwort. Und wie viel Aufbereitungsarbeit und Mühe es benötigt, bis aus dem natürlichen Ratinger Grundwasser ein trinkbares Lebensmittel wird, konnten die Schüler im Anschluss selber testen. Aus einer 500ml Plastikflasche sowie etwas Wasser, Sand und Kies bauten die Drittklässler sich einen eigenen Wasserfilter. Indem sie eingefärbtes Wasser durch ihre kleinen Filteranlagen gossen, bekamen sie dann einen guten Eindruck davon, welchen Weg ihr eigenes Trinkwasser zurücklegen muss, bis es aus dem Wasserhahn sprudelt.

„Die großen Filteranlagen in unseren beiden Wasserwerken an der Broichhofstraße und in Homberg funktionieren vom Grundprinzip her ganz ähnlich“, erklärt Frank Schlosser. „Und sobald wir das Wasser gereinigt und vollständig aufbereitet haben, schicken wir es über unser etwa 400 Kilometer langes Versorgungsnetz an alle Haushalte in Ratingen. Etwa 5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser laufen auf diese Weise jährlich durch die Leitungen, die quer durch das Stadtgebiet verlaufen.

Die Gebrüder-Grimm-Schule ist nicht die erste Schule, an der die Stadtwerke und die DUA ihr Lernprojekt durchgeführt haben. Für dieses Schuljahr haben sich gleich 30 dritte Klassen für je eine Doppelstunde angemeldet. Nach der Rekordbeteiligung steht für die Stadtwerke Ratingen bereits fest, dass das Projekt im kommenden Schuljahr fortgeführt wird.

Foto: Stadtwerke Ratingen

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