Ratingen — 31 Januar 2018

Ratingen. Auf dem Weg Ratingens zur Fairtrade-Town ist der nächste Schritt getan:

Die Steuerungsgruppe, welche die Fairtrade-Town-Aktivitäten Ratingens langfristig koordiniert, hat jetzt in der angenehmen Atmosphäre des Museumscafés ihre Arbeit aufgenommen – natürlich ganz stilecht mit Kaffee und Orangensaft aus dem Fairen Handel!

„Mit der Gründung der Steuerungsgruppe ist ein weiterer Pfeiler für eine langfristige und vielschichtige Stärkung des Fairen Handels in Ratingen geschaffen“, freut sich Bürgermeister Klaus Pesch. Die Zusammensetzung der Steuerungsgruppe spiegelt den Ansatz des Gesamtprojekts Fairtrade-Town wider, denn vielfältig und gut vernetzt soll die Arbeit langfristig erfolgreich sein. So sind die Agenda21Ratingen, Eine-Welt-Läden und Kirchengemeinden ebenso in der Gruppe vertreten wie die politischen Fraktionen und das Amt für Kultur und Tourismus. Leiterin der Steuerungsgruppe ist Lena Steinhäuser, die städtische Projektkoordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik.

Die Mitglieder der Steuerungsgruppe verstehen sich als Ansprechpartner und Multiplikatoren sowie als Koordinatoren des Gesamtprojekts, das sie um die individuellen Perspektiven ihrer unterschiedlichen Hintergründe bereichern. Jedoch sind zur Mitarbeit an den einzelnen Aktivitäten des Projekts Fairtrade-Town alle Ratingerinnen und Ratinger eingeladen. Runde Tische zu einzelnen Projektthemen sollen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung stattfinden.

Im vergangenen Jahr startete das Projekt Fairtrade-Town-Ratingen, gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Programms “Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Durch die Auszeichnung zur Fairtrade-Town sollen bereits bestehende Initiativen gewürdigt sowie ein Signal dafür gesetzt werden, dass sich die Stadt auf unterschiedlichen Ebenen stärker für den Fairen Handel einsetzen will. Auf dem Weg zur Auszeichnung müssen fünf Kriterien erfüllt werden. Neben dem Ratsbeschluss zur Bewerbung als Fairtrade-Town müssen beispielsweise in vielzähligen Einzelhandelsgeschäften Produkte aus dem Fairen Handel angeboten werden. Projektkoordinatorin Lena Steinhäuser: „Wir sind bereits auf der Zielgeraden: Fast alle Kriterien sind erfüllt. Nun müssen wir noch verstärkt Vereine und Gastronomiebetriebe, zu denen neben Cafés und Restaurants auch Betriebskantinen gehören, dafür gewinnen, Fair-Trade-Produkte zu nutzen.“

Beim Auftakttreffen der Steuerungsgruppe im Stadtmuseum diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mögliche Projektansätze und entwickelten konkrete Schritte, um die noch ausstehenden Kriterien zur Bewerbung zügig zu erreichen. So sollen beispielsweise Vereine über einen Mikro-Projekte-Fonds darin unterstützt werden, Initialprojekte zum Fairen Handel durchzuführen. Über einen eigenen Bereich auf der städtischen Homepage werden zukünftig aktuelle Informationen zum Projekt bereitgestellt werden.

Nähere Informationen zum Projekt Fairtrade-Town und zu Möglichkeiten der Mitwirkung gibt es unter https://www.fairtrade-towns.de/mitmachen/. Bei der Stadtverwaltung ist Lena Steinhäuser per E-Mail unter lena.steinhaeuser@ratingen.de erreichbar.

Foto: Lena Steinhäuser (4. von rechts), die städtische Projektkoordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik, hatte zum Auftakttreffen ins Stadtmuseum geladen.

 

Foto: Stadt Ratingen

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