Sport — 07 August 2017

Handball SG Ratingen. Genau so hätte sich Gründungsmitglied Sven Maletzki wohl ein Vorbereitungsturnier vorgestellt: Hohe sportliche Qualität, spannendes Teilnehmerfeld mit Gästen aus Ausland und direktem Ratinger Umfeld und ein reibungsloser Ablauf.

All dies fanden Aktive und Zuschauer am Wochenende in der Höhle der Löwen, schon jetzt kann dem Gedenkturnier das Prädikat „vollauf gelungen“ verliehen werden.

Nachdem alle Teams am Samstag ihre Gruppenplatzierungen ausspielten, folgten am Sonntag Matches über die volle Distanz zur endgültigen Findung der Rangfolge des dritten Sven-Maletzki-Cups. Im Spiel um den siebten Platz standen sich der TV Angermund und der TV Strombach gegenüber. Nicht nur in diesem Duell, sondern auch in allen darauffolgenden war der Ausgang äußerst eng und umkämpft. Der 14:14-Halbzeitstand mündete in das 28:31-Endergebnis, demzufolge sich der klassenhöhere TV Strombach durch setzte.

Im zweiten Spiel des Tages trafen der HV Hurry Up und der VfL Gladbeck aufeinander. Die Gäste aus den Niederlanden schienen das Duell über weite Strecken zu kontrollieren und konnten einen leichten Vorsprung zur Halbzeitsirene behaupten, doch die Gladbecker Jungs ließen sich zu keinem Zeitpunkt abschütteln. Auch ein 4-Tore-Rückstand Mitte der zweiten Halbzeit minderte nicht den Kampfgeist des VfL, der kurz vor dem Schluss sogar noch einmal die Chance auf den Ausgleich bekam, das nötige Risiko war aber doch zu hoch, der letzte Ball landete im Niemandsland. Mit 28:27 holte sich Hurry Up Platz 5.

Im Spiel um den dritten Platz duellierten sich mit dem Löwenrudel und dem TuS Volmetal zwei alte Rivalen. Es war eine der hektischeren Partien, in der vielleicht nicht immer die höchste sportliche Qualität geboten wurde, jederzeit aber von beiden Mannschaften der volle Kampf und Einsatz gegeben war. Die hauchdünne Halbzeitführung der SGR drehte der Gast aus dem Sauerland nach drei Vierteln der Spielzeit in eine 4-Tore-Führung, die Löwen bissen sich aber wieder heran und die turbulente Schlussphase endete in einem gerechten 25:25-Unentschieden. Das direkt folgende Siebenmeterwerfen entschied das Rudel für sich, die einzige Parade bei jeweils sieben Versuchen gelang SGR-Keeper David Ferne. Endstand: 32:31.

Auch das Finale war eine mehr als enge Kiste. Zur Halbzeit lag zwar der amtierende niederländische Meister OCI Limburg Lions klar und deutlich mit 20:12 vorn, doch der TSV Bonn zeigte eindrucksvoll, wie man in der vergangenen Saison die Regionalliga Nordrhein aufmischte. Tor um Tor kämpften sich die Rechtsrheiner heran, beim 30:31 gute 100 Sekunden vor dem Schlusspfiff war wieder alles drin. Doch die vom ehemaligen Bundesligaprofi und Europokalsieger Mark Schmetz trainierten Lions behielten die Nerven, erzwangen in der verbleibenden Spielzeit der Sieg im dritten Sven-Maletzki-Cup.

Das Resumee zog am Tag nach einem langen und arbeitsreichen Wochenende Turnier-Chef Sven Wies: „Es hat großen Spaß gemacht. Die Mannschaften sind alle mit dem nötigen Ehrgeiz am Start gewesen, ohne das sportliche Fair-Play missen zu lassen. Jede Mannschaft war eine Bereicherung für das Turnier und mein Team und ich sind platt aber auch glücklich über den reibungslosen Ablauf. Ich freue mich jetzt schon auf die vierte Ausgabe!“


Gewinner, die OCI Limburg Lions

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