Ratingen — 28 Juli 2017

Die SPD Fraktion hat für den nächsten Schulausschuss den Tagesordnungspunkt Übergang Schule – Beruf in Ratingen/ Umsetzung „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) in Ratingen beantragt.

Dazu soll die Verwaltung das Regionale Bildungsbüro / Kommunale Koordinierungsstelle „Übergang Schule-Beruf“ der Kreisverwaltung Mettmann einladen, um die Umsetzung in Ratingen, die kooperierenden Schulen und die geplanten Maßnahmen darzustellen.
Bei der Beratung des CDU Antrages zur Finanzierung einer Einzelmaßnahem im Kontext des Übergangs Schule – Beruf wurden Fragen zu Inhalt, Qualität und Entwicklungspotenziales des lokalen, vom Kreis Mettmann gesteuerten Übergangssystem aufgeworfen, die in die Feststellung durch den Antragsteller führten, man müsse lokal zusätzliche Aktivitäten ergreifen, weil KAoA auf Kreisebene nicht ausreiche. Bewiesen oder vertieft wurden diese Aussagen aber nicht.
Die SPD Fraktion hält das Thema Übergang Schule – Beruf für zu wichtig und möchte durch diesen Antrag die lokale Umsetzung und auch Entwicklungspotenziale vor Ort beleuchten. Aufgrund der Zuständigkeiten der Kommunalen Koordinierung des Kreises ist es erforderlich, diese dazu einzuladen. Zudem wird die SPD auch Kreisebene auch dieses Thema aufgreifen.
Um den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf nachhaltig zu verbessern, hat das Land NRW ab 2011 das Programm „. Kein Abschluss ohne Anschluss“ eingeführt. Das mittlerweile flächendeckend implementierte Übergangssystem Schule-Beruf unterstützt die Schülerinnen und Schüler frühzeitig bei der Berufs- und Studienorientierung, der Berufswahl und beim Eintritt in Ausbildung oder Studium. Ziel ist es, allen jungen Menschen nach der Schule möglichst rasch eine Anschlussperspektive für Berufsausbildung oder Studium zu eröffnen und durch ein effektives, kommunal koordiniertes Gesamtsystem unnötige Warteschleifen zu vermeiden.
Bei der Umsetzung des Übergangssystems haben die Kommunen auf Ebene der kreisfreien Städte und Kreise – hier Kreis Mettmann – eine wichtige Rolle und bündeln über die kommunalen Koordinierungsstellen, gefördert aus Landes- und ESF-Mitteln, die Aktivitäten vor Ort. Zum Aufgabenspektrum der kommunalen Koordinierungsstellen gehören: Ansprache und Zusammenführung aller relevanten Partner, Herstellung von Transparenz über Nachfrage- und Angebotsseite, Initiieren von Absprachen, Vereinbarungen zwischen den Partnern, Nachhalten der Wirksamkeit, Qualitätssicherung und Evaluierung auf lokaler Ebene.
Akteure und Partner im Übergangsprozess sind neben den Kommunen die Bundesagentur für Arbeit mit den Arbeitsagenturen und Jobcentern, Schulen/ Berufskollegs, Jugendhilfe, Bildungsträger, Wirtschaftsorganisationen, Kammern und Gewerkschaften.

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