Featured Ratingen — 13 März 2018

Wirkliche Entlastung kann nur die Stärkung des ÖPNV bringen!


Die SPD wundert sich über die durch die CDU Veranstaltung zum Verkehrskonzept Ost losgetretene Diskussion. Dort wurde nach einer informellen Vorstellungsrunde bei der Verwaltung mit dem Gutachterbüro und den Fraktionen das Verkehrskonzept Ost vorgestellt, das noch nicht in eine Vorlage gegossen wurde und wohl auch noch nicht in allen Facetten final ist. Das ist schon eine etwas ungewöhnliche Vorgehensweise.
Noch befremdlicher kommt der SPD die Diskussion über die neue Gestaltung des Knotenpunktes an der Mettmanner Straße vor. Hier war vor Jahren schon beschlossen wurde, dass nach einer weiteren Zunahme des Verkehrs statt eines Kreisverkehrs dann eine beampelte Kreuzung erforderlich sei. Das ist sicherlich bedauerlich und die Diskussion sollte erst einmal geführt werden, ob nicht doch eine Ertüchtigung des Kreisverkehrs möglich ist. Nach der informellen Vorstellung des Gutachtens sieht es aber so aus, dass Ratingen „in den sauren Apfel beißen“ müsse, da mehrspurige Kreisverkehre in Deutschland nicht funktionieren und vom Platz her wohl auch dort gar nicht umsetzbar sind.
Tunnel- oder Brückenlösungen jetzt ins Spiel zu bringen, ist aus Sicht der SPD weder hilfreich noch sinnvoll, von städtebaulichen und Kostenerwägungen mal zu schweigen. Zudem würde eine Brückenverbindung in nur eine Richtung (aus dem Gelände raus) auch nicht wirklich eine Entlastung schaffen können.
Es müssen erst einmal alle Fakten auf den Tisch und das Gutachten muss in den politischen Gremien ausführlich beraten werden. Erst dann sind Entscheidungen zur Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur seriös zu treffen.
Die SPD warnt aber vor der Erwartungshaltung, mit welchen Baumaßnahmen auch immer dort optimalste Ergebnisse erzielen zu können. Das wird ein Trugschluss sein.
Der Verkehr wird zwar abwickelbar sein, zumindest unter „normalen Rahmenbedingungen“, aber es wird nie und nimmer optimal. Daher setzt die SPD auf die Stärkung und Attraktivierung des bestehenden S-Bahn-Anschlusses. Nur die Reduzierung der Verkehrsmenge und die verstärkte Nutzung des ÖPNV wird eine wirkliche Entlastung bringen! Dazu gibt es viele Ideen und auch Beschlüsse (Taktverdichtung S-Bahn, Zugänge vom S-Bahnhof, in das Schwarzbachquartier, Unterführung, die auch Radfahrer befahren können -wie in Düsseldorf Rath – etc.).

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