Sport — 23 Mai 2017

TuS 08 Lintorf. Hohe Sonne, Großer Inselsberg, Grenzadler, Schmücke, Schmiedefeld: Namen, die in der Ultraläuferszene die Augen leuchten, aber gleichzeitig auch die Läufer in Ehrfurcht erstarren lassen.

Der Thüringer Wald, nahezu endlose Wälder, einsame Wege, schweres Terrain. Von Nordwesten nach Südosten führt über den Gebirgskamm des Thüringer Waldes ein Weg, der Rennsteig. 73,5km durch den Thüringer Wald, 1874m bergauf, 1386m bergab. Das Ziel 488m höher als der Start. Es gibt einfachere Laufstrecken, aber einfach kann jeder.

Der Rennsteig – ein Mythos!

Auch eine Läuferin des TuS 08 Lintorf, Michaela Stops, konnte sich dieser Faszination nicht entziehen und machte sich mit einer kleinen Gruppe auf den Weg nach Eisenach um sich der Herausforderung zu stellen.

Samstag 20. Mai 2017, 6:00 Uhr. Der Himmel wechselnd bewölkt, 11°C, kein Wind. Ideale Bedingungen auf dem Marktplatz in Eisenach beim Start des Rennsteig-Supermarathons. Nach einem Kilometer „Einlaufen“ kam für die 2400 Läufer auch direkt die erste Steigung, bei dem viele schon in einen flotten Wanderschritt verfielen. Ein Spiel, dass sich auf den kommenden 72,5km noch unzählige Male wiederholen sollte, denn giftige Steigungen gab es auf der Laufstrecke zuhauf.

Ein letzter Blick auf die Wartburg und anschließend ging es auf den Weg zum Großen Inselsberg, ein erstes wichtiges Etappenziel bei Kilometer 25, denn hier hatten die Läufer schon gut zwei Drittel der Höhenmeter bewältigt. Michaela kam gut voran und auch der Zeitplan stimmte. Das Ziel, den Lauf unter 10 Stunden zu finishen, war immer noch erreichbar, doch warteten mit 48km noch immer mehr als eine Marathondistanz auf Michaela.

Die kommenden 37km waren geprägt durch ein stetes Auf und Ab, welches auf dem Großen Beerberg, dem mit 983m höchsten Punkt der Strecke, seinen Höhepunkt fand. Zwischendurch gab es beim „Grenzadler“ bei Kilometer 55 die Möglichkeit das Rennen zu beenden und dennoch in die „kurze“ Ultrawertung zu kommen. Hiervon machte Michaela natürlich keinen Gebrauch, denn es lief gut, wenn auch die Beine nun zunehmend schwerer wurden.

Die letzten 11,5km ging es größtenteils bergab, wenn aber auch hier noch einige kleine Anstiege zu bewältigen waren. Das nun nicht mehr ferne Ziel verlieh Michaela jedoch Flügel, so dass sie nochmal zulegen konnte und auf der Zielgeraden sogar noch Reserven hatte und einige Läufer überspurtete. Nach 9:38:43h blieb die Uhr für Michaela stehen und sie nahm überglücklich ihre erste Medaille bei einem Ultralauf in Empfang.

GLÜCKWUNSCH DER REDAKTION!!!

Foto: Achim May

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